News-Archiv Kulkwitzer See - Infos Wasserqualität Teil 5 - 2012

2012:   Januar-Dezember   Wasserqualität:  2004-2009  2009/2010  2010  2011  2012  2013   Grünau:  2011  2012  2013
31.01.2012: Alle Jahre wieder: Blessrallen speisen im Kulkwitzer See
Bedingt durch den bisher milden Winter 2011/2012 und durch das Fütterungsverbot seit 2010 ist am Kulkwitzer See zu beobachten, dass zurzeit eindeutig weniger Wasservögel zu Gast sind als in den zurückliegenden Jahren. Die Tiere kommen vor allem dann, wenn ihnen der "Tisch" auch reichlich gedeckt wird. Dennoch sind es immer noch genug Tiere, die ihre Spuren hinterlassen. Aufmerksamen Seebesuchern wird nicht entgehen, dass im Uferbereich trotz Fütterungsverbot angeschwemmte Wasserpflanzen und weiße Schaumflocken zu sehen sind. Auch Muscheln seien bereits entdeckt worden, so uns vorliegende Informationen. Dies sind sichere Zeichen, dass die tierischen Wintergäste auch diesen Winter ihren Hunger durch im See wachsende Pflanzen - wie z.B. das Kammlaichkraut - stillen. Die Tiere sind intelligent und tauchen genau dort, wo die für sie richtigen Wasserpflanzen wachsen... .
Lesen Sie den vollständigen Beitrag über Selbstreinigungskräfte, Wasserfilter und Sauerstofflieferanten im See, einen Rückblick zum Thema auf vergangene Jahre und unsere Bitte an alle Seebesucher - bitte klicken Sie hier »
Biotop Kulkwitzer See
Der Keulenpolyp, ein Neuankömmling (Neobiot, einem Neozoe, da es ja ein Tier ist), Eintagsfliegenpuppe (vor dem Schlüpfen zum Vollinsekt) und Süßwassergarnelen (ebenfalls zugewanderte Neozoen (Neuankömmlinge)) zeigen, dass es außer großen Fischen (wie z.B. Hecht, Aal, Barsch, Wels) noch andere Tiere im Kulki gibt, die zur Lebensgemeinschaft, zum Biotop gehören. Hinweis: Steckbrief Keulenpolyp bitte klicken Sie hier: http://www.kulkwitzersee.com/documents/2011-04-15-04.pdf. Weitere Informationen zum Biotop Kulkwitzer See finden Sie in unserem Archiv, Rubrik: News Archiv Wasserqualität, Teil 1-4 » http://www.kulkwitzersee.com/news/2010/Archiv-Wasserqualitaet-Kulkwitzer-See-2004-2009.html »
Neues aus der Unterwasserwelt: Jahresrückblick der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V. nach biologischen Tauchgängen 2011
Nach dem 1. Biotag 2011 gab uns Herr Dr. Joachim Weiß erste Auskünfte zum Zustand des Kulkwitzer Sees nach dem Winter 2010/ 2011 - bitte klicken Sie hier: http://www.kulkwitzersee.com/documents/2011-04-15-05.pdf. Nach einem Tauchgang am 19.11.2011 übermittelte uns der Leiter der Biogruppe folgende Einschätzung zum Zustand des Sees rückblickend auf die biologischen Tauchgänge 2011: "Erfreulicherweise haben sich die Pflanzenbestände (Makrophyten) in der Vegetationsperiode etwas erholt. Wenn auch nicht alle, so wurden doch einige Bodenlücken durch Neuwuchs geschlossen. Es gibt aber Veränderungen in den angesiedelten Arten (nur auf das Nordbecken bezogen): z.B. tritt an einigen Stellen, wo vorher andere Characeen wuchsen, jetzt verstärkt die Sternarmleuchteralge (Nitellopsis obtusa) auf, die mäßig belastetes Gewässer verträgt. Interessant für uns ist auch eine verstärkte Ansiedlung des Nixkrautes (Najas spec.) im Flachwasserbereich, wo die Pflanze die notwendige Temperatur zum Wachsen findet."
•  Lesen Sie den vollständigen Beitrag über Informationen nach biologoschen Tauchgänge 2011 - bitte klicken Sie hier »
•  Zu folgenden Terminen finden 2012 Biotage bei der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine statt - klicken Sie hier »
Makrophyten-Monitoring am Kulkwitzer See: Tauchsportvereine, Badegäste und Naturschutzverbände wiesen Anfang letzten Jahres auf eine Verschlechterung der Wasserqualität des Kulkwitzer Sees hin. Taucher berichteten von einer Verschlechterung der Sichtverhältnisse unter Wasser und des Unterwasserpflanzenbewuchses. Daraufhin wurde unter Leitung der Landesdirektion Leipzig eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, die sowohl zusätzliche Messungen zu den biologischen und chemischen Eigenschaften des Seewassers, als auch des Sediments durchführte. Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Dr. Mathias Gilbert zum Makrophyten-Monitoring in der Vereinszeitung "Delphinarium" des Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V. Nr. 3/2011, Seite 9 und folgende bitte klicken Sie hier »
10.06.2012: Chara aspera, Chara hispida, Chara vulgaris - Armleuchteralgen im Kulkwitzer See
Wer sich jetzt fragt, was eigentlich Armleuchteralgen sind, dem sei kurz gesagt: es sind speziell gebaute Algen, die vom Aussehen her den höheren Wasserpflanzen gleichen, aber im Vergleich mit diesen sehr einfach, im Vergleich mit den anderen Algen jedoch schon sehr kompliziert gebaut sind. ...
•  Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Angela Doege - bitte klicken Sie hier »
•  Lesen Sie den Beitrag von Angela und Detlef Doege - bitte klicken sie hier »
Auf den ersten Blick erinnern diese besonderen Wasserpflanzen an einen vielarmigen Kerzenleuchter. Dr. Joachim Weiß, Leiter der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine, erläutert dazu: "Die Stängelglieder (Internodien) werden von Knoten (Nodien) unterbrochen. Aus den Knoten wachsen quirlförmig Äste (Quirläste), deren Anordnung an Kronleuchter erinnert, daher „Armleuchteralgen". ...
•  Lesen Sie den Beitrag "Armleuchteralgen Teil 1" sowie "Armleuchterlagen Teil 2" - bitte klicken Sie hier »
Weitere Info: Beiträge von Dr. Weiß aus der Vereinszeitung "Delphinarium" des Tauchsportverein Leipziger Delphine e.V.:
•  Tauchsportverein Leipziger Delphine e.V. - www.leipziger-delphine.de »
•  Auszüge aus dem Delphinarium: Ausgabe 01/2002, Ausgabe 01/2003, Ausgabe 01/2004sowie Ausgabe 01/2008 »
Nixenkraut (Najas) im Kulkwitzer See: Nixenkraut wird umgangssprachlich auch Nixkraut genannt. Es gibt das Kleine Nixkraut (Najas minor), das Große Nixkraut und das Mittlere Nixkraut (Najas marina subsp. intermedia). Was für den einen Biologen an Land der Fund einer Orchidee ist, das ist für den Biologen, der unter Wasser taucht, der Fund des Nixkrautes. Nixkräuter sind besondere und zerbrechliche Unterwasserpflanzen. Das Große Nixkraut erreicht eine Größe von 10 bis 50 cm, Blüten und Blätter sind nur wenige Millimeter groß. Vollständiger Beitrag »
Weitere Informationen zum Nixenkraut:
Beitrag von Dr. Joachim Weiß und Bernd Vogel im "Delphinarium" - der Klubzeitung des Tauchsprtverein Leipziger Delphine e.V. »
Beitrag von Dr. Peter Gutte, Dr. Joachim Weiß und Bernd Vogel aus den "Sächsischen Floristischen Mitteilungen des NABU-Landesverband Sachsen e.V. von 2008: "Die Gattung Najas L. (Nixkraut) im Kulkwitzer See »
Beitrag " Biotope in der Bergbaufolgelandschaft - eine Chance für seltene Pflanzenarten" von Dr. Peter Gutte aus dem NABU-Report 2009 vom NABU, Regionalverband Leipzig e.V. »
Redaktion: Dr. Joachim Weiß / Elke Göbel
14.07.2012: Alge des Jahres 2012: Armleuchteralge Chara – bedrohter Pionier mit Hang zur Dominanz - Pressemitteilung der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) e.V.
Die Armleuchteralgen der Gattung Chara sind die Algen des Jahres 2012. Sie wurden von den Algenforschern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft gewählt, weil ihre Vertreter sehr verschiedene Strategien verfolgen. Manche erobern als Pionierpflanze neue Gewässer. Andere haben zwar hohe Standortansprüche, wenn sie sich aber ansiedeln, haben sie das Potenzial, das ganze Ökosystem zu prägen, wie die Algenforscherin Dr. Irmgard Blindow von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erklärt. Mit der Entscheidung wird eine Algengattung gewürdigt, von der 20 heimische Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Organismen stehen.
•  Bitte lesen Sie die vollständige Pressemitteilung der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) e.V. »
•  Die Originalmeldung sowie weitere Info: http://www.dbg-phykologie.de/pages/22PressemitteilungAlgeJahr2012.html »
•  Bitte lesen Sie auch: 10.06.2012: Chara aspera, Chara hispida, Chara vulgaris - Armleuchteralgen im Kulkwitzer See »
01.11.2012: Ist die die Lagune am Kulkwitzer See von Schmutz bedroht?
Am 30. August untersuchte Dr. Leonhard Kasek mit Grünauer Vorschulkindern den Arm des Kulkwitzer Sees östlich der Campinghalbinsel (Lagune). Am Ufer trieben dicke Teppiche aus Fadenalgen durchsetzt mit giftigen Cyanobakterien (sogenannte Blaualgen). Der Schlamm, den die Kinder an Land beförderten, stank penetrant. Dr. Kasek beschreibt in seinem Beitrag den bedenklichen Zustand der Lagune. Die Verschmutzungen sind nicht neu. Seit dem Jahr 2000 wird darauf aufmerksam gemacht. Wenn publiziert wird, dass die Wasserqualität des Kulkwitzer Sees in Ordnung sei, was ist dann mit diesem Teil des Sees, der ja, idyllisch gelegen, uneingeschränkt zum Kulkwitzer See dazu gehört? Lesen Sie den vollständigen Beitrag - bitte klicken Sie hier »

Neues zum Kulkwitzer See im Grün-As 11/2012 bitte klicken Sie hier:
•  "Wie weiter mit dem Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See": http://www.gruen-as.de/2012/44/artikel2.html »
•  "Schwarzer Bau am Roten Haus": http://www.gruen-as.de/2012/44/artikel1.html »
Das Amt für Umweltschutz informiert zum Thema in der Medieninformation vom 29.11.2012: Absterbende Algen im Kulkwitzer See sind natürliches Phänomen - Auch in diesem Spätsommer war im Kulkwitzer See ein auffällig starkes Algenwachstum festzustellen. In der Folge des herbstlichen Absterbens dieser Pflanzen war an einigen Uferbereichen ein unangenehmer Geruch aufgetreten. Bitte lesen Sie die vollständige Mitteilung - klicken Sie hier »
Dr. Leonhard Kasek schreibt dazu diese Information: Das Amt für Umweltschutz hat lange gebraucht, bis es die Realitäten am Kulkwitzer See zur Kenntnis nimmt. Die Taucher machen bereits seit 2000 darauf aufmerksam, dass die Algen in der Lagune wegen eines Überangebotes an Nahrung absterben. Es bleiben aber Fragen. Auch Algen leben nicht von reinem Wasser. Die Nährstoffe, die ihr Wachstum ankurbeln, müssen irgendwoher stammen. Es ist natürlich, dass Algen anfangen zu wuchern, wenn sie Nährstoffe im Übermaß haben. Es ist aber nicht naturgegeben, dass in der Lagune, vor allem im Schlamm des Bodens so viele Nährstoffe stecken. Woher sind die vielen Nährstoffe gekommen, wenn nicht von der Campinghalbinsel? Das hätte ich schon etwas genauer gewusst.
12.12.2012: Unterwasser-Pflanzenmonitoring im Kulkwitzer See
Wie bereits im Delphinarium 2/2011 berichtet, findet seit dem Jahr 2011 im Auftrag der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) ein sogenanntes Makrophytenmonitoring an der Einstiegsstelle EIII statt, das als ein Indikator für die Wasserqualität dienen soll. Während sich die Vegetationszonen im Laufe des Jahres in ihrer Position und Tiefe verschieben können, gewährleisten Fotos bei gleicher Tiefe und Abstand zur Uferlinie eine bessere Vergleichsgrundlage über den Jahresverlauf. Das Monitoring wird schließlich bis zur unteren Makrophytengrenze ausgedehnt, bei der die Lichtintensität für die Photosynthese von Unterwasserpflanzen gerade noch zum Überleben ausreicht.
•  Lesen Sie den gesamten Beitrag von Dr. Matthias Gilbert - bitte klicken Sie hier »
•  Der Beitrag erschien im "Delphinarium 2/3-2012" - bitte klicken Sie hier »
•  Den ersten Beitrag zum Thema können Sie bitte hier nachlesen »
•  Weitere Infos zur Wasserqualität des Kulkwitzer Sees »
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