News-Archiv Kulkwitzer See - Infos Wasserqualität Teil 5 - 2012
| 31.01.2012: Alle Jahre wieder: Blessrallen speisen im Kulkwitzer See |
Bedingt durch den bisher milden Winter 2011/2012 und durch das Fütterungsverbot seit 2010 ist am Kulkwitzer See
zu beobachten, dass zurzeit eindeutig weniger Wasservögel zu Gast sind als in den zurückliegenden Jahren. Die
Tiere kommen vor allem dann, wenn ihnen der "Tisch" auch reichlich gedeckt wird. Dennoch sind es immer noch
genug Tiere, die ihre Spuren hinterlassen. Aufmerksamen Seebesuchern wird nicht entgehen, dass im Uferbereich
trotz Fütterungsverbot angeschwemmte Wasserpflanzen und weiße Schaumflocken zu sehen sind. Auch Muscheln
seien bereits entdeckt worden, so uns vorliegende Informationen. Dies sind sichere Zeichen, dass die
tierischen Wintergäste auch diesen Winter ihren Hunger durch im See wachsende Pflanzen - wie z.B. das
Kammlaichkraut - stillen. Die Tiere sind intelligent und tauchen genau dort, wo die für sie richtigen
Wasserpflanzen wachsen... .
Lesen Sie den vollständigen Beitrag über Selbstreinigungskräfte, Wasserfilter und Sauerstofflieferanten
im See, einen Rückblick zum Thema auf vergangene Jahre und unsere Bitte an alle Seebesucher - bitte
klicken Sie hier »
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| Biotop Kulkwitzer See |
Der Keulenpolyp, ein Neuankömmling (Neobiot, einem Neozoe, da es ja ein Tier ist),
Eintagsfliegenpuppe (vor dem Schlüpfen zum Vollinsekt) und Süßwassergarnelen (ebenfalls
zugewanderte Neozoen (Neuankömmlinge)) zeigen, dass es außer großen Fischen (wie z.B.
Hecht, Aal, Barsch, Wels) noch andere Tiere im Kulki gibt, die zur Lebensgemeinschaft,
zum Biotop gehören.
Hinweis: Steckbrief Keulenpolyp bitte klicken Sie hier:
http://www.kulkwitzersee.com/documents/2011-04-15-04.pdf.
Weitere Informationen zum Biotop Kulkwitzer See finden Sie in unserem Archiv, Rubrik: News Archiv Wasserqualität, Teil 1-4 »
http://www.kulkwitzersee.com/news/2010/Archiv-Wasserqualitaet-Kulkwitzer-See-2004-2009.html »
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| Neues aus der Unterwasserwelt: Jahresrückblick der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V. nach biologischen Tauchgängen 2011 |
Nach dem 1. Biotag 2011 gab uns Herr Dr. Joachim Weiß erste Auskünfte zum Zustand des Kulkwitzer Sees nach dem
Winter 2010/ 2011 - bitte klicken Sie hier:
http://www.kulkwitzersee.com/documents/2011-04-15-05.pdf.
Nach einem Tauchgang am 19.11.2011 übermittelte uns der Leiter der Biogruppe folgende Einschätzung zum Zustand
des Sees rückblickend auf die biologischen Tauchgänge 2011:
"Erfreulicherweise haben sich die Pflanzenbestände (Makrophyten) in der Vegetationsperiode etwas erholt. Wenn
auch nicht alle, so wurden doch einige Bodenlücken durch Neuwuchs geschlossen. Es gibt aber Veränderungen in
den angesiedelten Arten (nur auf das Nordbecken bezogen): z.B. tritt an einigen Stellen, wo vorher andere
Characeen wuchsen, jetzt verstärkt die Sternarmleuchteralge (Nitellopsis obtusa) auf, die mäßig belastetes
Gewässer verträgt. Interessant für uns ist auch eine verstärkte Ansiedlung des Nixkrautes (Najas spec.) im
Flachwasserbereich, wo die Pflanze die notwendige Temperatur zum Wachsen findet."
• Lesen Sie den vollständigen Beitrag über Informationen nach biologoschen Tauchgänge 2011 - bitte klicken Sie hier »
• Zu folgenden Terminen finden 2012 Biotage bei der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine statt - klicken Sie hier »
Makrophyten-Monitoring am Kulkwitzer See:
Tauchsportvereine, Badegäste und Naturschutzverbände wiesen Anfang letzten Jahres auf eine
Verschlechterung der Wasserqualität des Kulkwitzer Sees hin. Taucher berichteten von einer
Verschlechterung der Sichtverhältnisse unter Wasser und des Unterwasserpflanzenbewuchses.
Daraufhin wurde unter Leitung der Landesdirektion Leipzig eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe
eingerichtet, die sowohl zusätzliche Messungen zu den biologischen und chemischen Eigenschaften
des Seewassers, als auch des Sediments durchführte.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Dr. Mathias Gilbert zum Makrophyten-Monitoring
in der Vereinszeitung "Delphinarium" des Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V. Nr. 3/2011,
Seite 9 und folgende
bitte klicken Sie hier »
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| 10.06.2012: Chara aspera, Chara hispida, Chara vulgaris - Armleuchteralgen im Kulkwitzer See |
Wer sich jetzt fragt, was eigentlich Armleuchteralgen sind, dem sei kurz gesagt: es sind speziell
gebaute Algen, die vom Aussehen her den höheren Wasserpflanzen gleichen, aber im Vergleich mit diesen
sehr einfach, im Vergleich mit den anderen Algen jedoch schon sehr kompliziert gebaut sind. ...
• Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Angela Doege - bitte klicken Sie hier »
• Lesen Sie den Beitrag von Angela und Detlef Doege - bitte klicken sie hier »
Auf den ersten Blick erinnern diese besonderen Wasserpflanzen an einen vielarmigen Kerzenleuchter.
Dr. Joachim Weiß, Leiter der Biogruppe des Tauchsportvereins Leipziger Delphine, erläutert dazu: "Die
Stängelglieder (Internodien) werden von Knoten (Nodien) unterbrochen. Aus den Knoten wachsen quirlförmig
Äste (Quirläste), deren Anordnung an Kronleuchter erinnert, daher „Armleuchteralgen". ...
• Lesen Sie den Beitrag "Armleuchteralgen Teil 1" sowie
"Armleuchterlagen Teil 2" - bitte klicken Sie hier »
Weitere Info: Beiträge von Dr. Weiß aus der Vereinszeitung "Delphinarium" des Tauchsportverein Leipziger Delphine e.V.:
• Tauchsportverein Leipziger Delphine e.V. - www.leipziger-delphine.de »
• Auszüge aus dem Delphinarium: Ausgabe 01/2002,
Ausgabe 01/2003,
Ausgabe 01/2004sowie
Ausgabe 01/2008 »
Nixenkraut (Najas) im Kulkwitzer See:
Nixenkraut wird umgangssprachlich auch Nixkraut genannt. Es gibt das Kleine Nixkraut (Najas minor),
das Große Nixkraut und das Mittlere Nixkraut (Najas marina subsp. intermedia). Was für den einen
Biologen an Land der Fund einer Orchidee ist, das ist für den Biologen, der unter Wasser taucht,
der Fund des Nixkrautes. Nixkräuter sind besondere und zerbrechliche Unterwasserpflanzen. Das
Große Nixkraut erreicht eine Größe von 10 bis 50 cm, Blüten und Blätter sind nur wenige Millimeter
groß.
Vollständiger Beitrag »
Weitere Informationen zum Nixenkraut:
Beitrag von Dr. Joachim Weiß und Bernd Vogel im "Delphinarium" - der Klubzeitung des Tauchsprtverein Leipziger Delphine e.V. »
Beitrag von Dr. Peter Gutte, Dr. Joachim Weiß und Bernd Vogel aus den "Sächsischen Floristischen Mitteilungen des NABU-Landesverband Sachsen e.V. von 2008: "Die Gattung Najas L. (Nixkraut) im Kulkwitzer See »
Beitrag " Biotope in der Bergbaufolgelandschaft - eine Chance für seltene Pflanzenarten" von Dr. Peter Gutte aus dem NABU-Report 2009 vom NABU, Regionalverband Leipzig e.V. »
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| 01.11.2012: Ist die die Lagune am Kulkwitzer See von Schmutz bedroht? |
Am 30. August untersuchte Dr. Leonhard Kasek mit Grünauer Vorschulkindern den Arm des Kulkwitzer Sees östlich
der Campinghalbinsel (Lagune). Am Ufer trieben dicke Teppiche aus Fadenalgen durchsetzt mit giftigen
Cyanobakterien (sogenannte Blaualgen). Der Schlamm, den die Kinder an Land beförderten, stank penetrant.
Dr. Kasek beschreibt in seinem Beitrag den bedenklichen Zustand der Lagune. Die Verschmutzungen sind nicht
neu. Seit dem Jahr 2000 wird darauf aufmerksam gemacht. Wenn publiziert wird, dass die Wasserqualität des
Kulkwitzer Sees in Ordnung sei, was ist dann mit diesem Teil des Sees, der ja, idyllisch gelegen,
uneingeschränkt zum Kulkwitzer See dazu gehört? Lesen Sie den vollständigen Beitrag -
bitte klicken Sie hier »
Neues zum Kulkwitzer See im Grün-As 11/2012 bitte klicken Sie hier:
• "Wie weiter mit dem Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See": http://www.gruen-as.de/2012/44/artikel2.html »
• "Schwarzer Bau am Roten Haus": http://www.gruen-as.de/2012/44/artikel1.html »
Das Amt für Umweltschutz informiert zum Thema in der Medieninformation vom 29.11.2012:
Absterbende Algen im Kulkwitzer See sind natürliches Phänomen - Auch in diesem Spätsommer war im Kulkwitzer See
ein auffällig starkes Algenwachstum festzustellen. In der Folge des herbstlichen Absterbens
dieser Pflanzen war an einigen Uferbereichen ein unangenehmer Geruch aufgetreten.
Bitte lesen Sie die vollständige Mitteilung - klicken Sie hier »
Dr. Leonhard Kasek schreibt dazu diese Information: Das Amt für Umweltschutz hat lange gebraucht, bis es
die Realitäten am Kulkwitzer See zur Kenntnis nimmt. Die Taucher machen bereits seit 2000 darauf aufmerksam,
dass die Algen in der Lagune wegen eines Überangebotes an Nahrung absterben. Es bleiben aber Fragen. Auch
Algen leben nicht von reinem Wasser. Die Nährstoffe, die ihr Wachstum ankurbeln, müssen irgendwoher stammen.
Es ist natürlich, dass Algen anfangen zu wuchern, wenn sie Nährstoffe im Übermaß haben. Es ist aber nicht
naturgegeben, dass in der Lagune, vor allem im Schlamm des Bodens so viele Nährstoffe stecken. Woher sind
die vielen Nährstoffe gekommen, wenn nicht von der Campinghalbinsel? Das hätte ich schon etwas genauer gewusst.
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