News-Archiv Kulkwitzer See - Infos Wasserqualität Teil 3 - 2010
| Pressemitteilung des NABU, Regionalverband Leipzig e.V. vom 27.10.2010: Unvernunft schadet. Einsicht nützt. Deshalb: Wasservögel NICHT füttern! |
Herbststimmung und kühle Temperaturen motivieren Menschen auch in diesen Tagen wieder zu einem unnützen "Volkssport"
mit negativen Folgen. Mit prall gefüllten Taschen und Beuteln voller ungesunder, nicht artgerechter und zum Teil
verdorbener Zutaten rücken sie am Kulkwitzer See an, um Wasservögel zu füttern. Seit 10 Jahren machen Freunde
des Sees intensiv darauf aufmerksam, dass die Wasservögel auf diese Zufütterung nicht angewiesen sind. Was die
Tiere jedoch unbedingt brauchen, ist offenes Wasser. Von Seen, die zufrieren, verschwinden die Wasservögel sehr
bald, ziehen weiter zu offenen Wasserflächen. Sie bleiben nur, wenn der von Menschenhand falsch gedeckte
Tisch sie dazu verführt. Die Tiere hören auf, sich ihr Futter selbst zu suchen. Besser ist, die Tiere zu
beobachten, ohne einzugreifen oder zu stören. Jeder wird wesentlich mehr lernen als beim Mästen mit falschem
Futter. Wer das Verhalten der Tiere am See genau beobachtet, sieht, wie die Menschen die Tiere dressiert
haben. Diese reagieren auf Taschen und Beutel, laufen dem Menschen hinterher wie in einer Zirkusnummer.
Von natürlichen Verhaltensweisen kann keine Rede mehr ein. Es sind genau die falschen "Einladungen" der
sogenannten Tierfreunde, die den Wasservögeln und dem gesamten Gewässer massiv schaden. Futterreste und
Unmengen von Vogelkot sinken auf den Gewässergrund und lösen dort sauerstoffzehrende Fäulnisprozesse aus.
Diese belasten die gesamte Pflanzen- und Tierwelt nachhaltig.
• Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung des Naturschutzbundes, Regionalverband Leipzig e.V. - bitte klicken Sie hier »
Grüanuer Kindertagesstätten und Grünauer Schulen werden über diese Pressemitteilung informiert und mit folgenden
Unterlagen um Untertsützung gebeten, das Thema zu publizieren - bitte klicken Sie hier:
• Anschreiben an Grünauer Kitas und Schulen »
• Im Blickpunkt: Ganzjährig gilt: Wasservögel NICHT füttern! »
• Flyer Wasservögel nicht füttern »
• Angebot des NABU an Grünauer Bildungseinrichtungen »
Wasservögel nicht füttern!: Wer Tiere liebt, sollte Gutes für sie tun: sie nicht füttern. Nur
so können sie gesund bleiben, werden am Kulkwitzer See brüten....Gesunde Vögel und ein gesunder See, das
wollen wir Grünauer Einwohner. Deshalb setzt die IG Kulkwitzer See auf Aufklärung und ein generelles
Fütterungsverbot von Wasservögeln.
• Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung der IG Kulkwitzer See - bitte klicken Sie hier »
Weitere Publikationen:
• LVZ: "Bitte nicht füttern" - Artikel vom 12.11.2010 Stadtleben Süd S. 1 »
• LVZ: "Wie in einer Zirkusnummer" - LVZ vom 27.11., Seite 31 »
• Lesen Sie den Beitrag im Leipziger Amtsblatt vom 13.11.2010 - bitte klicken Sie hier »
• Radio MDR 1 Sachsen berichtete am 23.11.2010 über das Thema - bitte klicken Sie hier, um den Beitrag von Autor Dirk Hentze anzuhören »
Naturschutzbeirat | Stadt erwägt Fütterungsverbot für Wasservögel:
Die Stadt erwägt laut Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) ein generelles Fütterungsverbot für Wasservögel.
Bislang wird in der Polizeiverordnung nur das Füttern von Tauben untersagt. "Auf Initiative des Naturschutzbundes Nabu
sprechen wir darüber, ob eine Erweiterung auf alle Wasservögel in ganz Leipzig sinnvoll ist", so der Bürgermeister, der
den Naturschutzbeirat leitet. Die Nutzer des Kulkwitzer Sees beklagten im vergangenen Winter einen Ansturm von allein
etwa 1200 Blessrallen. Auch andere Wasservögel würden in unnatürlich hoher Zahl angelockt durch Besucher, die am Ufer
prall gefüllte Beutel mit nicht artgerechtem Futter verteilen. Die Folgen seien etliche tote Tiere sowie Unmengen von
Kot, die das Wasser, die darin lebenden Fische und den Strand belasten. Aufklärungsaktionen gegen das Füttern brachten
keinen Erfolg. [jr]
• Antrag zur Änderung der Polizeiverordnung hinsichtlich Verbot der Fütterung von Wasservögeln »
• Antrag Ergänzung Polizeiverordnung zur öffentlichen Sicherheit/Ordnung in Leipzig, Füttern von Vögeln an stehenden Gewässern
• Gemeinsamer Antrag CDU- und SPD-Fraktion zur Änderung der Polizeiverordnung hinsichtlich Fütterungsverbot Wasservögel »
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| Kulkwitzer See übernutzt |
Am 15.07.2010 führte der Zweckverband Kulkwitzer See ein Kolloquium zur Wasserqualität im Kulkwitzer See durch. In diesem führten
die vom Zweckverband geladene und mit Untersuchungen beauftragte Wissenschaftlerin Frau Dr. Guderitz aus, dass die derzeit noch
sehr gute Wasserqualität im Kulkwitzer See nur gehalten werden kann, wenn man entsprechend sorgsam mit ihm umgeht. Um auch
für künftige Generationen Vorsorge zu treffen, sollten nur 1/3 der Uferlänge menschlicher Nutzung unterliegen. An den übrigen
2/3 der Uferlänge sollte ungestörte natürliche Ufervegetation, insbesondere Röhrichte als Biofilter zur Selbstreinigung des
Sees beitragen. Auf Grund dieser Ausführungen untersuchte der NABU die Nutzungs- und Störungsintensität am Ufer des Kulkwitzer
Sees.
• Bitte lesen Sie die vollständige Pressemitteilung - bitte klicken Sie hier »
• Die Leipziger Internet Zeitung berichtet - bitte klicken Sie hier »
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| Stadtteilmagazin Grün-AS berichtet in der Ausgabe August 2010 zur aktuellen Situation am Kulkwitzer See |
Liebe Leserinnen und Leser,
sicherlich waren auch Sie in den letzten, heißen Wochen einmal am Kulki baden. Falls nicht, wird Ihnen zumindest
aber die Diskussion um die Wasserqualität des Grünau nahen Sees aufgefallen sein. Nachdem die Wellen sehr hoch
geschlagen waren, gab es in jüngster Vergangenheit zwei wichtige Veranstaltungen zum Thema. Zum einen hielt der
Naturschutzbund (NABU) seinen Stammtisch mit hochrangigen Gästen ab, wie der stellvertretenden Vorsitzenden des
Zweckverbandes Kulkwitzer See und städtischen Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, Freifrau von Fritsch,
Wissenschaftlern vom UFZ Magdeburg und dem Biologen Dr. Weiß von den Delphin-Tauchern.
Außerdem fand das Kolloquium »Wasserbeschaffenheit des Kulkwitzer See« im Roten Haus statt. Hierzu waren Carina Radon,
die Markranstädts Bürgermeisterin, die zugleich Vorsitzende des Zweckverbandes ist, Dr. Ina Guderitz vom Boden- und
Grundwasserlabor Dresden, Kerstin Jennemann vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dipl.
Fischereiingenieur Volker George, die Fischereibehörde Leipzig sowie Dieter Florian von der Göhrenzer Tauchschule
geladen.
Fangen wir bei der ersten Veranstaltung an: Dort wurde sachlich gestritten und diskutiert und am Ende stand als Ergebnis
fest, dass man weiterhin die Entwicklung der Wasserbeschaffenheit genau beobachten muss. Darüber hinaus sollen aber
auch konkrete Maßnahmen, wie mehr Toiletten, Verbot der Wasservögelfütterung seitens der Stadt oder vielleicht die
Einsetzung anderer Fischarten und Pflanzen in den See, die Qualität verbessern. Dabei gab es aber auch unterschiedliche
Meinungen, wie beispielsweise zum Abpumpen von Tiefenwasser, was dato nicht mehr geschieht.
Beim Kolloquium ging es wissenschaftlicher zu, aber auch hier ein Tenor: Man muss kontrollieren, Daten auswerten und
gewisse Dinge - wie oben beschrieben - verbessern oder verändern, um den Kulki in seiner Qualität, die er heute noch
hat, zu erhalten. Für die Taucher ist das Ziel sogar noch etwas höher angesiedelt. Sie wollen die Wasserbeschaffenheit
wieder verbessern, damit der Kulki auch weiterhin der klarste See Mitteldeutschlands bleibt und Touristen und Nutzer
aus Nah und Fern anziehen kann.
Auch wenn einige sauer waren auf die negative Berichterstattung über die «Grünauer Badewanne» - ein Positives
hatte es jedenfalls: Man redet endlich miteinander und verfolgt hoffentlich das gleiche Ziel - tolle Badewasserqualität
für die Schwimmer, optimale Sichtweiten für die Taucher und einen Schutz der ganzen Natur für Alle.
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| 7. Stammtisch des NABU-Regionalverbandes Leipzig e.V. mit dem Thema "Die Wasserqualität des Kulkwitzer Sees" |
Dieser Juni-Stammtisch des Naturschutzbundes, Regionalverband Leipzig e.V. bot eine neutrale Gesprächplattform, um die
Situation am und im Kulkwitzer See zu analysieren und ergebnisorientiert über den aktuellen Zustand des Sees, insbesondere
seiner Wasserqualität, zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung war es, Ursachen zu finden, dabei verschiedene Sichtweisen zu
akzeptieren, Hintergründe für die Entwicklung des Sees in den letzten Jahren sowie aktuelle Probleme aufzuzeigen und gemeinsam
Lösungsstrategien zu entwickeln. Anwohner, Anlieger, Freunde des Sees und der Interessengemeinschaft Kulkwitzer See, Vertreter
des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitzer See, das Grünauer Quartiersmanagement, Fachleute, unabhängige Experten und
Vertreter der Stadt Leipzig waren u.a. zu Gast.
Weiterführende Links:
• Lesen Sie en Rückblick zum 7. NABU-Stammtisch von Dr. Leonhard Kasek - bitte klicken Sie hier »
• Phosphorkreislauf im Wasser - Beitrag von Dr. Leonhard Kasek - PDF-Dokument anzeigen »
• Ergebnisprotokoll von Frau Juliana Pantzer / ASW - bite klicken Sie hier »
• Rote Liste Armleuchteralgen Sachsen - PDF-Dokument anzeigen »
• Implementierung der EU Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland: Ausgewählte Methoden und Defizite »
• Monitoring nach WRRL in Sachsen - bitte klicken Sie hier, um das PDF-Dokument anzuzeigen »
• Kulkwitzer See - gestörtes Ökosystem - bitte klicken Sie hier, um das PDF-Dokument anzuzeigen »
• Schlechte Sicht beim Tauchen- Plaktonprobe gibt Aukunft - PDF-Dokument anzuzeigen »
• Die Naturschutzjugend (NAJU, www.naju.de) im Naturschutzbund informiert zum Thema: www.naturschutz-wiki.de »
sowie in unserer Rubrik Natur- Wasserqualität Kulkwitzer See.
Rückblick:
• Lesen Sie die vollständige Einladung des NABU Regionalverbandes Leipzig e.V. - bitte klicken Sie hier »
• Pressemitteilung zum NABU-Stammtisch - bitte klicken Sie hier »
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| Drama im Kulkwitzer See! |
"Erste Tauchgänge im Jahr 2010 waren für uns schockierend!", berichten Mitglieder des Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V.
"Es gibt in ein bis zehn Metern Tiefe kein grünes Leben mehr. Wir haben weder Pflanzen finden noch Fische sichten können",
erklärt Taucher Matthias Fäller. "Von einem einst besten Tauch - und Badegewässer kann keine Rede mehr sein", lautet das Fazit
eines Tauchlehrers aus Bayern. "Der Zustand des Sees ist ein Drama", resümiert Herr Dr. Weiß, Leiter der Biogruppe des
Tauchsportvereins Leipziger Delphine e.V. . Herr Dr. Kasek vom NABU, Regionalverband Leipzig e.V. mahnt in seinen Ausführungen
... "der jetzige Zustand des Kulkwitzer Sees ist eine ernste Warnung..."...die Gefahr, dass der Kulkwitzer See kippt und
Grünau damit sein NAHerholungsgebiet verliert, ist ernster denn je." "Ein See, der zu den saubersten und klarsten Seen
gehörte, wird durch "Schönreden" nicht wieder in sein biologisches Gleichgewicht kommen", bringt Frau Wittig vom
gleichnamigen Bootsverleih am Kulkwitzer See ihr Unverständnis und ihre Enttäuschung zum Ausdruck. "Die Freunde des Sees
befürchten nicht zu unrecht, dass das Wasser auf Dauer nicht den Belastungen standhält, die ihm Jahr für Jahr zugemutet
werden durch unverantwortliches Verhalten Tausender von Badegästen im Sommer, durch sogenannte Tierfreunde, die durch
das Füttern der Wasservögel im Winter viel zu viele Tiere zum Überwintern veranlassen und nicht zuletzt durch Fehler
bei der Bewirtschaftung des Sees", äußert Pressesprecherin des Winterschwimmervereins Leipziger Pinguine e.V., Carmen
Puckelwaldt, die Befürchtungen ihres Vereins. "Ich bin entsetzt, traurig, wütend und hilflos zugleich, dass unsere
vielfältigen ehrenamtlichen Bemühungen, den See zu erhalten, immer wieder ins Leere laufen und Verantwortliche keine
nachhaltig wirksamen Maßnahmen für den Erhalt der Natur ergreifen. Versprechen und Schilder reichen definitiv nicht
aus, fasst Reinhard Gräfe vom o.g. Tauchsportverein die aktuelle Situation zusammen.
Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung vom 19.4.2010 - bitte klicken Sie hier »
• Lesen Sie den Beitrag aus der LVZ vom 30.04.2010: Sand- und Dreckwüste - Taucher beklagen Situation am Kulkwitzer See »
• Stellungnahme zur Situation der Unterwasswelt des Kulkwitzer Sees von Herrn Dieter Florian - bitte klicken Sie hier »
• Das "Grün-AS" berichtet zum Thema:
www.gruen-as.de/2010/24/artikel2.html,
www.gruen-as.de/2010/24/artikel3.html »
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