News-Archiv Kulkwitzer See - November 2008

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09.11.2008: Novemberblues, filigrane Kunstwerke und letzte Blüten im Herbst 2008

Novemberblues - die kalte, graue und triste Jahreszeit bestimmt unseren Tagesablauf. Durch die veränderten Lichtverhältnisse geht bei vielen Menschen die Stimmung in den Keller. Die Erklärung dafür: Zu geringe Sonneneinstrahlung bedeutet geringere Produktion des Botenstoffes Serotonin. Unser Körper braucht aber genügend Licht, damit wir uns wohlfühlen. Eine Faustregel besagt: Um die nötige Lichtdosis aufzunehmen, sollte man an trüben Herbst- und Wintertagen 2x pro Tag eine halbe Stunde spazieren gehen. Wer das nicht schafft, sollte die Mittagspausen und die Wochenenden nutzen, um den Lichtmangel auszugleichen. Kohlenhydratreiche Lebensmittel regen die Produktion von Serotonin an, was stimmungsaufhellend wirkt. Obst und Gemüse machen uns zusätzlich fit. Unser Tipp: Gehen Sie in die Natur. Nehmen Sie den Fotoapparat mit. Die Natur tritt zwar den Rückzug an, um für den Frühling wieder aufzutanken. Dennoch kann man auch jetzt faszinierende Fotomotive entdecken - wie z.B. den Kulkwitzer See im Nebelkleid. Info: www.nabu.de und www.stern.de/wissenschaft
09.11.2008: Bild der Woche gesucht
Früchte im Herbst
Mein Apfelbäumchen
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.
Martin Luther zugeschrieben
Unser Familienapfelbäumchen mit dem fachlichen Namen - Zierapfel "Malus Hilleri" - verwöhnte uns auch in diesem Frühling mit wunderschönen Blüten. Gespannt warteten wir auf die Früchte und wurden mit reicher Ernte belohnt. Die Veränderungen des Baumes im Wandel der Jahreszeiten sind für mich immer wieder spannend zu beobachten. Weiter Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Zierapfel.
An dieses Foto und seine Geschichte dachte ich, als ich auf der Internetpräsentation des Naturschutzbundes, Regionalverband Leipzig, die neue Rubrik "Bild der Woche" entdeckte. Passend zur Jahreszeit möchte der NABU Leipzig IHRE schönsten Naturaufnahmen von Tieren, Pflanzen und deren Lebensräumen veröffentlichen. Interessant wäre eine kurze Beschreibung zur Entstehung des Bildes. Weitere Informationen - bitte klicken Sie hier: www.nabu-leipzig.de. Ich bin gesapnnt auf IHRE Fotos?!
Redaktion - Elke Göbel [09.11.2008]
09.11.2008: Wasservögel nicht füttern!
Naturschutzbund, Regionalverband Leipzig und Tauchsportverein Leipziger Delphine e.V. starteten im Herbst 2007 eine Aktion am Kulkwitzer See gegen das Füttern der Wasservögel. Es wurden vor allem Flyer verteilt, um unvernünftige Zeitgenossen wiederholt aufzuklären, dass die Fütterung der Tiere der Natur, den Tieren und auch den Menschen mehr schadet als nützt. Aus Unkenntnis und falsch verstandener Tierliebe rücken manche Besucher des Sees das ganze Jahr über mit Tüten voller Futter für die Tiere an. Echte Tierfreunde jedoch füttern keine Wasservögel. Die Tiere sind intelligent genug, sich selbst zu versorgen. NOCH soll der Kulkwitzer See einer der saubersten Seen in der Region sein, so lauten die Angaben nach Messungen. Damit dies so bleibt, muss auch die Fütterung der Wasservögel unterbleiben! Denn Taucher vom Tauchsportverein Leipziger Delphine mahnen auch in diesem Herbst wiederholt, dass sich der See unter Wasser bereits verändert. "Zu sehen ist, wie Algen und Bakterien alles überwuchern und zum Absterben bringen", so - PD Dr. rer. nat. Weiß im November 2007. Er machte bereits im Jahr 2000 auf diese Veränderungen aufmerksam und teilte mit, dass z.B. die Bucht, die Lagune am Campingplatz unter Wasser bereits tot erscheint. Unverständlich ist, dass viele Besucher des Sees so verantwortungslos mit dem über 30 Jahre alten Naherholungsgebiet umgehen, nicht nur im Winter. Über die Sommermonate blieb bergeweise Müll liegen, mancher Gast nutzte statt der Toilette das Badegewässer, Unrat flog in den See, es wurde randaliert. All das stimmt skeptisch im Hinblick auf die Zukunft des "Kulki": Wie wird der See unter all diesen Umständen in 30 Jahren aussehen?
Naturschutzbund RV Leipzig [09.11.2008]
09.11.2008: Echte Tierfreunde füttern keine Wasservögel!
Der Winter 2008/2009 steht bevor und wieder sind sie unterwegs - auch am Kulkwitzer See: "Tierfreunde" mit prall gefüllten Tüten voller Brot, die mit ihrem Tun jedoch NUR Schaden anrichten. Durch diese übermäßige Fütterung der Wasservögel mit "Fast Food" leidet die Wasserqualität erheblich. Taucher vom Tauchsportverein Leipziger Delphine machen wiederholt darauf aufmerksam, dass sich der See unter Wasser bereits nachweislich verändert. Die Gefahr für den See wächst. Futter, das nicht aufgenommen wurde, und die verstärkten Ausscheidungen der ständig wachsenden Vogelschar führen zu einer enormen Vermehrung von Algen, Bakterien und Krankheitserregern, die nicht nur für die Tiere, sondern auch für den Menschen schädlich sind. Diese sinnlose Fütterung MUSS unterbunden werden. Aber wie? Im Zoo untersagen Schilder das Füttern der Tiere. Wir appellieren an die Vernunft der Menschen, die Tiere nicht zu füttern, um das über 30 Jahre alte Naherholungsgebiet Kulkwitzer See für viele nachfolgende Generationen zu erhalten. Wir alle möchten in den kommenden Jahren die Natur genießen, in einem sauberen Seen baden und nicht in einer Kloake. Die Tiere finden in jeder Jahreszeit genügend Futter in der Natur, um zu überleben. Es ist normal, dass kranke und schwache Tiere im Winter sterben. Das gehört zur natürlichen Auslese. Gibt es nichts mehr zu fressen, sind die Wasservögel intelligent genug, bei geschlossener Schneedecke und Eisschicht an offene Gewässer weiter zu ziehen. Das rettet Tiere und Seen. Die Tiere brauchen keinen von Menschenhand mit falschem Futter "gedeckten Tisch"! Durch Massen vorbereiteter Häppchen, die aus falscher Tierliebe angeschleppt werden, wird verhindert, dass die Tiere ihrer Art und ihrem Verhalten entsprechend leben können.

•  Aufruf des Amtes für Umweltschutz: Wasservögel nicht füttern (News-Beitrag Oktober 2007)
•  Das Füttern der Wasservögel schadet Mensch und Natur (News-Beitrag Oktober 2007)
•  Magazin Grün-AS, Jahrgang 2006: Vogelgrippe- kein Grund zur Sorge?
•  Magazin Grün-AS, Jahrgang 2006: Gefährlicher Kot am und im Kulkwitzer See
•  Magazin Grün-AS, Jahrgang 2006: Echte Tierfreunde füttern keine Wasservögel!
•  Presseinformation Kulkwitzer See aus dem Jahr 2006: See wird zur Kloake
•  Presseinformation Kulkwitzer See aus dem Jahr 2006: Gefährliches Futter
•  Das Amt für Umweltschutz bittet: Wasservögel nicht füttern! : Grün-AS 2004, News 11/2005 sowie News 01/2006
•  Weiteres: Schwämme zeigen: Wasserqualität ist spitze, Grill und Stühle landen im See, See bekommt natürlichen Überlauf.
Redaktion - Elke Göbel [09.11.2008]
21.11.2008: Beeindruckende Fotomotive am See - auch im November
21.11.2008: Bei einem Tauchgang in Neptuns Reich am Kulkwitzer See entdeckt
21.11.2008: Das Füttern von Wasservögeln gefährdet Ihre Gesundheit! Oder baden Sie gern in Scheiße?
Als Diplom-Biologe ist es eigentlich nicht meine Art, mich so polemisch auszudrücken. Aber manche Dinge benötigen nach Luther eine klare und deftige Sprache, damit es auch die einfachen Leute im Volke verstehen - so auch das Problem des Fütterns von Wasservögeln. Immer wieder haben wir darauf hingewiesen und es hat sich nichts gebessert! An den Tagebau- und Badeseen, wie dem Kulkwitzer See hat das Füttern im Winter noch eine ganz besonders schädliche Wirkung. Durch das Füttern werden immer mehr Tiere angelockt, die sich bequemes Fast Food erhoffen. Doch jeder Vogel kotet mehrfach täglich ins Wasser. Die Taucher bezeichnen dies als grünen Schnee, der da täglich von oben durch das Wasser herabrieselt. In einem Winterhalbjahr kommen auf diese Weise bis zu drei Zentimeter "Vogelscheiße" zusammen, die wie ein hochprozentiger Dünger wirken. Macht es noch Spaß im Kulkwitzer See zu baden, wenn Sie wissen wie viel Scheiße da am Grunde liegt? Die Taucher von den Leipziger Delphinen machen wiederholt darauf aufmerksam, dass sich der See unter Wasser bereits nachweislich verändert. Die Gefahr für den See wächst rasant. Gesamten Artikel von Karl Heyde lesen »
Naturschutzbund RV Leipzig - Karl Heyde [21.11.2008]
21.11.2008: Pusteblumen: Kunstwerke der Natur- sie gehören dem Wind und dem Fotografen
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