Interessengemeinschaft setzt sich für Kulkwitzer See ein
Am Kulkwitzer See hat sich die Natur zurückerobert, was der Mensch einst nahm. Kommt der Mensch jetzt wieder
und greift in die Natur ein? - Dieses Thema beschäftigt die Mitglieder einer Interessengemeinschaft, die vor
wenigen Tagen im Grünauer Komm-Haus gegründet wurde (Stadtleben berichtete). Unter dem Motto "Grünauer
Badewanne - statt Tourismusgebiet" hatte Ralph Buschmann interessierte Anwohner und Freunde des Leipziger
Gewässers in die Einrichtung eingeladen. Buschmann ist Taucher und registriert seit Jahren im Kulkwitzer
See eine Verschlechterung der Wasserqualität. Der Wassersportler kennt den See bereits seit über 30
Jahren. Als Buschmann vom aktuellen Leipziger Bebauungsplan erfuhr, wurde er hellhörig. Er befürchtet,
das sich das von vielen geschätzte Naherholungsgebiet zu Gunsten zahlungskräftiger Touristen nachhaltig
negativ verändert.
Bereits vor Jahren hatten sich zahlreiche Grünauer mit einer Unterschriftenaktion gegen eine Privatisierung
des Sees gewandt. Mit der neugegründeten Interessengemeinschaft soll den Forderungen vieler Anwohner mehr
Nachdruck verliehen werden. Dazu zählen unter anderem ein uneingeschränkter Zugang zum See im
Strandbereich und an der ufernahen Zone am Ostufer, der Verzicht auf weitere Privatisierungen
oder Verpachtungen, eine sanfte touristische Nutzung, Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und
gegen Vandalismus, der Erhalt der vorhandenen Anlagen und Einrichtungen zur Naherholung sowie der
Wiederaufbau des Holzspielplatzes und die Schaffung von Sanitäreinrichtungen.
Eine neue Unterschriftensammlung widmet sich diesen Forderungen. Nähere Informationen dazu finden sich
unter www.kulkwitzersee.com. Unter der Mail-Adresse mail@kulkwitzersee.com ist die Interessengemeinschaft
erreichbar. Am 25. August treffen sich die 23 Mitglieder IG Kulkwitzer See um 19 Uhr im Komm-Haus,
Selliner Straße 17.
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