Markranstädt beschließt vorzeitigen Bebauungsplan für Entwicklung des Kulkwitzer Sees
Markranstädt. Der Markranstädter Stadtrat hat am Donnerstagabend mit 22 Ja-Stimmen und einer
Enthaltung den vorzeitigen Bebauungsplan für das Westufer des Kulkwitzer Sees aufgestellt.
Damit sind noch vor der Anpassung des Flächennutzungsplanes die ersten Schritte für die
Entwicklung des beliebten Areals gemacht worden.
Der beschlossene Geltungsbereich des vorzeitigen Bebauungsplanes umfasst ungefähr ein 30 Hektar
großes Gebiet. Es reicht im Norden bis an die alte Ostsiedlung, grenzt bis an die Uferzone und
beinhaltet auch Bereiche des Seglervereines im Süden. Prinzipiell sei eine Erweiterung möglich,
ob das sinnvoll ist, müsse geprüft werden, so Radon. Vorab war eine eventuelle Erweiterung bis
nach Göhrenz zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen worden.
Die Stadträte hatten bereits auf einer Sondersitzung Pläne für die Gestaltung dieses Geländestücks
diskutiert. "Der Kulkwitzer See ist unsere Perle und wir werden in Ruhe überlegen, was wir wollen",
betonte Radon. Details wollte sie noch nicht nennen. "Wir befinden uns im Anfangsstadium. Zu den
Zielstellungen gehört die Entwicklung eines Bereiches mit Fördergeldern für den Tourismus, der
über die Naherholung hinausgeht. Bei den Überlegungen würden sowohl Alleinstellungsmerkmale
gegenüber anderen Seen als auch die Konzeption für den Kulkwitzer See auf Leipziger Seite
berücksichtigt, die nun vorliege, sagte sie. Im Flächennutzungsplan der Stadt sind die im
Geltungsbereich liegenden Teilstücke mehrheitlich als "Sonderbauflächen mit überwiegendem
Grünanteil", die Gebiete Ostsiedlung und "An der Renne" als bestehende Wohnbauflächen
beziehungsweise noch zu entwickelnde Wohnareale ausgewiesen.
Für die Ausarbeitung des Bebauungsplanverfahrens inklusive Grünordnungsplanung mit Umweltbericht
kalkuliert die Stadtverwaltung 75 000 Euro. Für die Erschließung des Westufers des Kulkwitzer Sees
sind für 2009 zunächst 500 000 Euro im Haushalt eingestellt. Die SPD-Fraktion stellte im Stadtrat
einen Antrag, indem sie wünschte, jederzeit rechtzeitig über den Verfahrensstand informiert zu
werden, den sie mit dem "sehr hohen Wert des Westufers für die Markranstädter" begründete. Das
geschehe automatisch, versicherte Radon. Voraussichtlich Mitte des Jahres werden Pläne öffentlich
ausgelegt, kündigte sie an.
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