Romantisch wild und hoch wächst am Rodelberg an der Straße am See das Gras, rot leuchten die Hagebutten
am Strauch, und mittendrin stehen Holzskulpturen. Dorthin hatte der Grünauer Komm Verein kürzlich nach
Abschluss der Verschönerungsarbeiten eingeladen. Die 2002 von acht Bildhauern geschaffenen Werke
hatten in den Jahren etwas gelitten, waren auch beschmiert worden. "Mit Hilfe von Spendengeldern
haben wir die Werke von Bildhauer Rainer Strege reinigen und reparieren lassen", sagt Vereinsvorsitzende
Evelin Müller. Nun laden sie die Leipziger zu einem Ausflug auf den Rodelberg ein. "Der Berg ist etwas
in Vergessenheit geraten, deshalb wollen wir wieder Veranstaltungen dort anschieben", so die
Vorsitzende weiter.
Von oben fällt der Blick auf den Kulkwitzer See. Außerdem können sich Spaziergänger auf einem großen
Holzbett ausruhen. Das von Andreas Rode geschaffene Bett sei von Anfang an sehr gut angenommen worden
von den Grünauern, so Rainer Strege, der selbst mit fünf Stelen, den "Buhnen" aus Fichtenstämmen,
vertreten ist. Die mit Augen und einer Hand versehenen Pfähle seien als Energiebuhnen zu verstehen.
Die natürlichen Verwitterungen und die Spechtlöcher habe er belassen, so Rainer Strege. In die
Spechtlöcher seien inzwischen Hornissen eingezogen. Das von Bruder Jürgen Strege geschaffene Eingangstor
stehe für den Übergang zum See. Des Weiteren schufen Stefan Voigtländer, Stefan Schulz, Mario Schott,
Christoph Roßner und Eberhard Herrmann Skulpturen für den Rodelberg. Grünauer Bürger wie Annerose und
Wolfgang Prehn, die seit 30 Jahren in dem Stadtteil leben, sind sehr angetan von dem Kunstpicknick.
Und Karin Malzahn sagt: "Ich lebe mit und für Grünau. Ich habe alles wachsen sehen in den 28
Jahren." Auch ihre Kinder und Enkel seien dort geblieben.
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