Kulkwitzer See erhält Meri-Sauna

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Am Westufer entsteht auf 15 000 Quadratmetern eine Wellnessanlage mit Gastronomie

In der Sportstadt am See entsteht eine Saunalandschaft. An der Westseite des Kulkwitzer Sees wollen die Brüder Andreas und Matthias Menger eine 15 000 Quadratmeter große Anlage mit Gärten, Gastronomie und Saunen bauen lassen. Die Arbeiten beginnen Montag. "Wir planen eine Saunalandschaft mit zweimal Gastronomie: intern nur für Besucher und extern für Seegäste", erzählt Investor Matthias Menger. Die beiden Brüder setzen vor allem auf die Kombination von Wellness-Bereich mit gehobener Küche. Entstehen soll an der Karlstraße ein zweigeschossiges Gebäude im römischen Stil. Im ersten Stock wird der Spa-Bereich eingerichtet. Insgesamt werden 1300 Quadratmeter bebaut. Ausgelegt ist die Anlage für 160 Saunagäste sowie 80 Besucher pro Restaurant.

Beide Brüder bewegen sich trotz der neuen Herausforderung weiter auf gewohntem Terrain: Während Matthias Menger seit 18 Jahren in Schleußig als Gastronom beim LSC 1901 wirkt, ist sein Bruder Andreas gelernter Gartenbauingenieur und wird die Gestaltung der Sauna- und Wellnessanlage übernehmen. Mutter Erika ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. Insgesamt sollen sechs Saunen entstehen: drei im Innenbereich und drei im Außenbereich nahe des Schwimmteichs. Die Gäste können von den unter freiem Himmel gelegenen Anlagen über einen Steg in diesen 1,30 Meter tiefen und 400 Quadratmeter großen Teich eintauchen. Einen direkten Zugang zum etwa 100 Meter entfernten Kulkwitzer See haben die Kunden aber nicht. Dem stand ein internationaler Fahrradweg entgegen, berichtet Menger. Schlimm findet er das nicht. "Das hätte sich ja gedoubelt mit dem Cospudener See."

Rund um den Schwimmteich sollen jeweils zu den Saunen passende Themengärten angelegt werden. Eine Erdsauna mit Heidegarten zum Beispiel. Weiter gibt es einen Rosen-, und einen Rhododendrongarten sowie einen Duft- und Kräutergarten. Eine Besonderheit werde das Maximus sein, so Menger. Dieser Saunaofen zelebriere den Aufguss selbst: Der kugelförmige Ofen öffne sich, ein gusseiserner Löffel laufe voll mit Wasser und begleitet von Musik, tropfe es auf die heißen Steine. Aus dem Kräutergarten sollen auch die Gewürze für die Küche kommen. Leichte, gehobene Gastronomie würden in beiden Bereichen angeboten, so der 39-Jährige. Im zweiten Schritt seien dann später auch eine japanische Sauna mit Bonsaigarten sowie die Erweiterung des Spa-Bereichs geplant. Schon seit fünf Jahren beschäftigen sich die Brüder mit dem Vorhaben. Ursprünglich hatten sie nach einem Grundstück in Leipzig gesucht. "Dann haben wir einen Tipp bekommen, dass in Markranstädt etwas geplant ist. Die Größe des Geländes reizt uns", so Menger. Zudem sei auf dieser Seite von Markranstädt gastronomisch noch nichts geschehen. Sie seien von der Stadt beim Genehmigungsverfahren unterstützt worden. Das Projekt wird auch mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. Wenn Ende November/Dezember, pünktlich zur Hauptsaison, die Anlage ihren Betrieb aufnimmt, wird Menger die Gastronomie in Schleußig abgeben. Die Wahl des Namens Meri lehnt sich übrigens an die Wiege der Sauna an. "Es ist das finnische Wort für großer See oder Meer und hat nahe gelegen, da die Sauna aus Russland beziehungsweise Finnland stammt", verrät Menger.
Leipziger Volkszeitung - Kendra Reinhardt [29.03.2008]
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