Trio der Uni Leipzig Deutscher Hochschulmeister
Einen Tag bevor Thomas Springer vom SV Halle seinen Sieg beim 25. LVB Leipzig Triathlon bejubeln durfte, schlug bereits
die große Stunde seines jungen Vereinskollegen Lucas Wolfram. Der 14-Jährige hatte beim Kinder-Triathlon die Nase vorn.
150 Meter durch den Kulkwitzer See schwimmen, zwei Kilometer Radfahren und ein Kilometer Laufen - für den erfahrenen
Ausdauersportler aus der Saalestadt kein Problem. Doch viel wichtiger als der Kampf um den Sieg war den Nachwuchs-Triathleten
der Spaß. Der war den Mädchen und Jungen trotz der Anstrengung deutlich anzusehen. Mit viel Applaus wurde Alexandra Dietze
förmlich ins Ziel getragen. Die Sechsjährige vom SV Pulsschlag Erzgebirge, die als Letzte ins Ziel kam, war die Jüngste
der insgesamt 42 Jung-Starter. Ebenfalls bereits am Samstag jubeln durfte Sascha Fröhlich. Der Leipziger gewann den
Wellness-Triathlon (300 Meter Schwimmen, zwei Kilometer Radfahren, ein Kilometer Laufen) und ließ dabei seine insgesamt
vier (!) Kontrahenten hinter sich. "So wenig hatten wir noch nie, sonst waren es immer mindestens sechs Starter",
schmunzelte Moderator Andreas Clauß. Die zahlreichen Gäste schauten dem Quintett bei Temperaturen über 30 Grad lieber
vom Schatten aus zu und kühlten sich zwischendurch im Kulki ab. Auch den erfahrenen Triathleten machte die Hitze
auf der Olympischen Distanz sehr zu schaffen. 17 Männer (von 383) und drei Frauen (von 58) beendeten hier den
Wettkampf vorzeitig. Beim Fitnesstriathlon (550 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) dagegen
alle 510 Starterinnen und Starter (127 Frauen/383 Männer) auch wohlbehalten das Ziel.
Schon beim Schwimmen wurde mit harten Bandagen gekämpft. Nachdem er von seinem Vordermann mit dem Fuß am Kopf getroffen
worden war, wurde er zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Vier kleine Unfälle beim Radfahren gingen mit
Schürfwunden glimpflich aus. "Alles in allem war es war wirklich ein perfekter Wettkampf mit starken Leistungen,
toller Stimmung und Super-Wetter", bilanzierte Chef-Organisator Sven Bemmann vom Leipziger Triathlonverein die
Jubiläumsausgabe des größten Triathlons der Neuen Bundesländer. Allen Grund zum Jubeln hatten am Sonntag auch die
Leipziger Studenten. Das beste der drei Trios der Uni Leipzig mit Christian Rudolph, Bastian Dobrowald und Frank-Peter
Müller wurde am Sonntag vor heimischem Publikum Deutscher Hochschulmeister vor der TU Chemnitz um den frisch
gebackenen Deutschen Einzel-Hochschulmeister Ronny Dietz und dem Trio der TU Dresden. Christian Rudolph holte sich
in der Einzelwertung die Bronzemedaille. "Als wir uns vor dem Start die Startliste angeschaut haben, war uns klar,
dass der Teamsieg möglich ist. Super, dass es geklappt hat, und das Christian auch noch Dritter geworden ist. Der
Wettkampf war aber ganz schön hart", meinte Bastian Dobrowald nach dem Sieg.
Für die Bundesliga-Triathleten des Stadtwerke Leipzig Teams geht es am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften
in Gelsenkirchen weiter. "Nach dem zehnten Platz in Greven wollen wir wieder einen Top-Ten-Platz. Vielleicht können
Christian Rudolph und Christian Otto im Einzel vorn dabei sein", blickt Dobrowald voraus.
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