Idylle am Wasser - Strandhaus und Steg am Westufer des Kulkwitzer Sees eröffnet

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Das passende Badewetter zur Eröffnung des Schwimmstegs fehlte gestern an der Markranstädter Seite des Kulkwitzer Sees. Der Wind wehte so heftig, dass die Mietboote vom Verleih am Steg festgezurrt bleiben mussten. Trotzdem ließen es sich viele Schaulustige nicht nehmen, der neuen Freizeiteinrichtung einen Besuch abzustatten. Drei Jungs trauten sich sogar ins Wasser. Während Markranstädts Bürgermeisterin Carina Radon am neuen Strandhaus die Schleife durchschnitt, weihten die 13- und 14-Jährigen bereits die Wasserrutschen auf dem Schwimmsteg ein. "Besonders toll ist, dass wir jetzt ins Wasser können, ohne uns die Füße schmutzig zu machen", sagte Ludwig Emisch und Marcel Günther verriet den Trick: "Statt vom Ufer in den See zu waten, einfach vom Steg springen." Marc Walther geht gerne ins Stadtbad in der Weststraße, "aber zur Eröffnung wollten wir mal schauen, wie das Strandbad hier geworden ist." Das Fazit der jungen Markranstädter ist einhellig: "Die Anlage ist toll. Nicht so toll ist allerdings, dass einige Leute ihren Müll auf dem Steg liegen lassen."

Dass die Badegäste die neue Anlage pfleglich behandeln und sich der Vandalismus in Grenzen hält, hofft auch Simone Kabisch von der Leipzig Seen GmbH. Das Unternehmen hat in den Steg und das Strandhaus knapp 360 000 Euro investiert. Kabischs Kollegin Beate Flathe freute sich, dass alle Arbeiten pünktlich zur Eröffnung fertig geworden waren: "Das hat alles richtig gut geklappt." Ein neu angelegter Weg verbindet das blaue Holzhaus mit dem rund 40 Meter langen Badesteg. Der wurde mit gelben Bänken bestückt. Weitere Sitzmöglichkeiten gibt es auf der neuen Terrasse vor dem Badehaus, das Gastronomie und Sanitäranlagen beherbergt. Gesine Sommer, Leiterin des Bau- und Kreisentwicklungsamtes im Landratsamt des Leipziger Landes, erinnert sich noch gut, wie es früher am See aussah: "Da musste man auf Schleichwegen hierher gehen und es gab keine Infrastruktur." Sie ist überzeugt, dass die Anlage die Westseite des Sees aufwertet und viele Gäste aus den umliegenden Orten an den Markranstädter Strand locken wird.

Die Entwicklung der Westseite ist indes noch nicht abgeschlossen. Die Stadt Markranstädt will einen Bebauungsplan erstellen. So soll etwa noch eine Promenade entstehen. "Die Bebauung wird auf keinen Fall das Alleinstellungsmerkmal dieses Sees zerstören - die Idylle", versicherte Sommer. Die Idylle, den Blick über den See und die Klänge einer Salsa-Band genossen die Gäste von der Terrasse aus. Dazu lud die Bürgermeisterin zu Freibier und Bratwürsten ein. Der Einladung zur Eröffnungsparty waren viele Bürger, Markranstädter Stadträte und Vertreter des Zweckverbandes Kulkwitzer See gefolgt. Selbst eine Schwanenfamilie war zur Eröffnung geschwommen und dreh- te zwischen Steg und Ufer ihre Runden.
Leipziger Volkszeitung - Karine Gohr [18.07.2007]
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