Tourismusverein Leipziger Land offeriert Karte für den Kulkwitzer See
Der Kulkwitzer See präsentierte sich gestern zwar alles andere als einladend, trotzdem gab es am Markranstädter
Strand eine Premiere: der Tourismusverein Leipziger Land präsentierte seine zweite touristische Karte. In einer
Auflage von 30.000 Stück soll das handliche Papier in nah und fern für das Ferienressort Kulkwitzer See werben.
"Anfangs hatten wir so eine Karte für den Cospudener See angefertigt und damit gute Erfahrungen gemacht. Also
wurde der Kulkwitzer See in Angriff genommen", erläuterte Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins
Leipziger Land. Das Faltblatt beinhaltet viele nützliche Informationen für Besucher des Sees und solche, die
es werden wollen. "Neben einer Karte, auf der ersichtlich ist, wo sich alle möglichen Angebote vom Angelrevier
bis zum Zeltplatz befinden, sind in dem Faltblatt sämtliche Strände, gastronomische Objekte, Quartiere,
Vereine, Wassersportmöglichkeiten und mehr versammelt, so dass Interessierte nur nachlesen müssen", sagte
Brandt. Durch diese Vielfalt werde das Infomaterial zu einem wichtigen Multiplikator und wertvollen Instrument
touristischer Vermarktung.
"Unser Ziel ist es, eines Tages für jeden der Seen im Südraum so ein Papier zu erarbeiten", sagte
Vereinsvorsitzende Gabriela Lantzsch. Als Tourismusgebiet sei das Leipziger Land jedoch erst im Aufbau.
"Und das kostet zunächst einmal viel Kraft." Touristische Leistungsträger zu fördern, wie es beispielsweise
durch die touristischen Karten möglich wird, verstehe sie als eine Art Wirtschaftsförderung. "Nun müssen
wir aber noch daran arbeiten, dass nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Kommunen die Zusammenarbeit
im Verein als gemeinsame Sache verstehen, weil gemeinsam mehr zu schaffen ist", so Brandt.
Als heiße Kandidatin umwirbt der Tourismusverein Leipziger Land dabei die Stadt Markranstädt. Sie hatte
sich dem Verein vor einigen Jahren wieder entzogen, weil ihr Aufwand und Nutzen nicht gegeben schien. "Das
ist noch nicht viel anders", sagte Bürgermeisterin Carina Radon gestern. "Für uns wird es erst wieder
interessant, wenn die Region, die vertreten wird, wächst, also auch Leipzig und der Norden dazugehören", so
Radon. "Wir arbeiten daran, aber wir brauchen auch euch", blieb Lantzsch hartnäckig.
See-Betreiber Christian Conrad, der für den Kulkwitzer und den Cospudener See zuständig ist, lobte indes
das Engagement des Vereins. "Es ist prima, dass diese Aufgabe jetzt in einer Hand liegt. Demnächst vertritt
uns der Verein zum Beispiel auch bei der Messe Haus-Garten-Freizeit."
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