Sie liegen im Dunkeln auf dem Grund des Kulkwitzer Sees wie Schätze einer vergangenen Zeit: ein altes
Schiffswrack, eine Lore, ein schwerer Anker, ja sogar ein kleines Flugzeug ist dort, in 25 Meter Tiefe,
zu finden. Bewusst platziert vom Tauchclub Delphine, der das Technikmuseum in der Tiefe zum Zweck des Erkundens
mit Sauerstoffmaske und Atemgerät eingerichtet hat. Am Ufer des Gewässers hat der Tauchclub sein Domizil
im ausgedienten Rettungsturm Lausen.
"Alles in allem läuft es ganz gut für uns", sagt Reinhard Gräfe, Geschäftsführer der Tauchschule Delphin
und Mitglied im gleichnamigen Leipziger Tauchclub. Neulich erst sei der Kulkwitzer See, der das natürliche
Kontrastprogramm zu den Plattenbauten in Grünau darstelle, als eines der drei klarsten Gewässer
Deutschlands bewertet worden. "Für Taucher also ideal. Das hat sich rumgesprochen." Übers Jahr verteilt
kommen um die 2000 Froschmänner hierher, davon viele von anderen Schulen. Vor allem, um die Attraktionen
unter Wasser zu suchen. "Mittlerweile finden sich dort aber auch seltene Pflanzen und zahlreiche
Fischarten", erklärt Gräfe. Sie sind Ergebnis des jahrelangen Bestrebens von Naturfreunden und
Kulki-Liebhabern, die natürliche Entwicklung des ehemaligen Tagebaurestlochs zu beschleunigen.
1993 gründete sich der Tauchverein. Heute hat er rund 200 Mitglieder, "davon sind 50 Kinder", sagt Gräfe.
Foto-Expeditionen, Eistauchen sowie eine Technikgruppe und eine Biogruppe vereint der Club unter seinem
Dach. "Wir sind mit der Entwicklung zufrieden", sagt Gräfe.
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