Rückkehr zur Natur freut Lothar Leder

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Obwohl Lothar Leder über die Olympische Distanz beim Triathlon in Roth einen für ihn enttäuschenden vierten Platz belegte, ist seine Vorgabe für den 22. Leipziger Triathlon klar. "Ich peile den Sieg an", gibt sich der Darmstädter Profi selbstbewusst, der im letzten Jahr den Titel für sich sichern konnte.

"Ich freue mich auch auf«s Wiedersehen mit Organisator Andreas Clauß", erzählt der 34-Jährige. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim Nationalteam. "Und außerdem ist meine Teilnahme am Kulki Tradition."

Nach dem Ausflug des Sportereignisses in die Leipziger Innenstadt kehrt der Triathlon nun an seinen ursprünglichen Ausgangsort zurück. Lothar Leder freut sich: "In der Stadt war es nicht so schön. Endlich geht es wieder in die Natur. Die Strecke ist neu. Bin gespannt, wie sie ist. Außerdem ist am Kulki die Atmosphäre besser." Im Anschluss locke dann das gemütliche Grillen. "Dass ist doch auch für Familien viel schöner."

Apropos Familie. Die hat Lothar Leder diesmal gleich mit im Gepäck. "Meine Frau Nicole geht ebenfalls an den Start", erzählt der Triathlet. Und wie sollte es auch anders sein: "Obwohl sie das erste Mal dabei ist, peilt sie den Sieg an." BeimWettkampf inRoth erkämpfte sie den zweiten Rang. Töchterchen Mia ist unterdessen zum Zuschauen verbannt. Trotz zahlreicher Kinderangebote ist sie mit ihren sieben Jahren noch zu jung für eine Teilnahme, findet ihr Vater.

Das Wochenende in Leipzig ist für Leder, die "optimale Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil". Danach stehen noch Wettbewerbe in München, Belgien, Kassel und Glücksburg an. "Die Krönung gibt es dann im Oktober beim Iron Man in Hawaii", meint der Darmstädter und schiebt nach. "Bis dahin muss ich mir aber noch die nötige Härte holen."

Beim Triathlon kennt Lothar Leder keine bevorzugte Disziplin. "Ich setze auf Ausgeglichenheit und habe keine besondere Stärke. Und genau das ist meine Stärke."

Mindestens sechs Jahre noch möchte der Profisportler seinen Muskeln weiterhin alles abverlangen und schwimmen, radeln, laufen. "Mit 40 höre ich dann aber langsam auf", überlegt er. Dann wäre es schwer mit den Jüngeren mitzuhalten. Seine Zeit nach der Sportkarriere ist bereits verplant. Als zweites Standbein eröffnete Leder ein Fachgeschäft, spezialisiert auf Läufer.
Leipziger Volkszeitung - Frank Schütze [20.07.2005]
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