Wer abends gern am Kulkwitzer See spazieren geht, wird es sicher bemerkt haben: Der Leuchtturm an der
Schiffsgaststätte in Grünau leuchtet wieder. Nach mehr als 15 Jahren Dunkelheit schickt er seit dem Frühjahr
erneut seine Signale um den See.
Zum Leipziger Wasserfest bemerkte LVZ-Leserein Elke Göbel mit Freude, dass wieder Lichtsignale vom Grünauer
Strand versendet werden. "Der Leuchtturm hat viele Jahre nicht funktioniert", sagt sie. "Endlich strahlt er
wieder im alten Glanz." Sie hält es für eine Botschaft, "den schönen See vor unserer Nase zu erhalten."
Tatsächlich leuchtet der Turm schon seit dem Frühjahr wieder. "Im vorigen Jahr wurde der Leuchtturm komplett umgebaut", erklärt Reinhard Ihle, Mitarbeiter der betreuenden Firma LeipzigSeen." Seit der Wiedereröffnung der Schiffsgaststätte ist er nun voll im Betrieb."
Vor allem die Beleuchtungsanlage bereitete den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. "Die technische Wiederherstellung war gar nicht so einfach", lacht Ihle. "Weil der Turm ja blinken sollte." Tut er jetzt auch. Dank einer rotierenden Scheibe, die das ausgestrahlte Licht zeitweise verdeckt.
Wirkliche Signale werden aber nicht abgeschickt. "Der Turm ist ein reines Markenzeichen des Kulkwitzer Sees", gibt Ihle zu verstehen und fügt augenzwinkernd hinzu: "So viele verlorene Schiffe gibt es ja nicht, denen er den Weg weisen müsste."
Obwohl er seiner eigentlichen Bestimmung nicht folgt, beginnt der Dienst des Wegweisers allabendlich um 22.00 Uhr. "Geplant ist es, die Zeit demnächst ein bisschen vorzuverlegen", so Ihle. "Schließlich wird es jetzt schon zeitiger dunkel."
Angekurbelt wurde die Wiederbelebung des Turms vom Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See, der heute jedoch nicht mehr existiert. Bereits vor zwei Jahren erhielt der stählerne Bau einen neuen Anstrich in rot-weiß.
Übrigens feiert das Erholungsgebiet Kulkwitzer See in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Die feierliche Eröffnung war am 1.Mai 1973.
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