Frühjahrsputz am Kulkwitzer See

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Angler und Taucher sorgten am Sonnabend an ihrem Hausgewässer für Ordnung

Viele fleißige Helfer tummelten sich am Sonnabend am und im Kulkwitzer See. Mitglieder mehrerer zum AV Sachsen gehörende Anglervereine sowie Sporttaucher von den "Leipziger Delphinen" waren im Einsatz, um jede Menge Müll und Unrat zu bergen.

Der Kulkwitzer See ist eines der attraktivsten Pachtgewässer, an denen der AV Sachsen das Fischereirecht ausübt. Mitglieder von vier zu diesem Dachverband gehörenden Vereinen rückten am Sonnabend zum Arbeitseinsatz an. Im Umfeld ihres Vereinsheimes sorgten Markranstädter Angler für Ordnung. Entlang der Bundesstraße 87, im Bereich des Badestrandes und der Halbinsel waren mehr als 30 mit Müllsäcken "bewaffnete" Mitglieder der "Anglervereinigung Leipzig 1995" im Einsatz. Verstärkung erhielten die Petrijünger durch sechs Angler aus Böhlitz -Ehrenberg.

Fleißige Helfer waren auch im Bereich des Lausener Ufers anzutreffen. Sie gehörten zu den "Angelfreunden Zander". Am Kulkwitzer See, ihrem Hausgewässer, sorgen sie zweimal jährlich für Ordnung. Dass das auch notwendig ist, beweisen die zahleichen Säcke voller Müll, die einen Pkw-Anhänger füllten.

Nach getaner Arbeit trafen sich viele der Angler bei strahlendem Sonnenschein auf dem Freisitz der Wasserskianlage wieder. Dort hatte Anlagenbetreiber Jan Täschner, seines Zeichens selbst Angler, für einen abschließenden Imbiss gesorgt.

Ein solcher fehlte auch an der Tauchbasis der "Leipziger Delphine" am Lausener Strand nicht. Für die Helfer, die über und unter Wasser jede Menge Müll bargen, gab es heiße Getränke und Eintopf.

Doch zuvor galt es, die reichlich vorhandenen blauen Säcke zu füllen. An Fundsachen herrschte im Uferbereich, wo die "Jungen Delphine" ausschwärmten, kein Mangel: Flaschen, Dosen, und anderer achtlos weggeworfener Unrat fand sich en masse. Unterstützung gab es von mehreren Eisbadern.

Fündig wurden die Taucher jedoch auch unter Wasser. Mit Hilfe eines Bootes der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft gelangten die Müllsammler auch in Bereiche des Kulkwitzer Sees, die ihnen ansonsten kaum zugänglich sind.

"Viel Unrat wurde an der Halbinsel geborgen", berichtete Reinhard Gräfe von der Tauchschule Delphin. "Dort fanden sich neben unzähligen Flaschen und Trinkbechern sogar alte Mülltonnen, die irgendwann ins Wasser geworfen worden sind. Das sind Verunreinigungen, die nicht notwendig sind. "Ärgerlich sei, dass dem Aufruf zum Frühjahrsputz nicht mehr freiwillige Helfer folgten. "Es wäre noch genug Müll für alle da gewesen."
Leipziger Volkszeitung - André Dreilich [18.03.2003]
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