Seglern weht am Kulki rauer Wind ins Gesicht

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Vereinsmitglieder klagen über drastisch steigende Pacht

Stürmische Zeiten stehen den Seglern bevor, die am Kulkwitzer See ihrem Hobby nachgehen. Der Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG) überraschte die Sportler kürzlich mit der Nachricht über eine drastische Pachterhöhung. Die Segler sollen für ihr Vereinsgelände künftig rund 7000 Euro jährlich berappen.

Für Günther Fleck gerät angesichts dieser Summe beinahe die Welt ins Wanken. "Ich bin seit 50 Jahren Segler, seit 25 Jahren hier am See", stellt er fest. "Eine solche willkürliche Erhöhung auf das Dreifache ist für uns alle ein Schlag ins Gesicht, denn sie berücksichtigt nicht, welche Arbeit die Mitglieder unseres Vereins hier am See geleistet haben und leisten." Zudem sei das Vereinsgelände auch für eine Reihe von Jugendlichen zur sportlichen Heimat geworden.

ZEG-Geschäftsführer Andreas Berthold ist sich der Tatsache bewusst, dass die Pachterhöhung bei den Seglern keine Gegenliebe findet. Den Vorwurf der Willkür lässt er jedoch nicht auf sich sitzen. "Wir sind als Zweckverband darauf angewiesen, mögliche Einnahmequellen zu erschließen. Die neue Pachterhöhung wurde auf Grundlage der Bodenrichtwerte und der konkreten Nutzung ermittelt", erklärt der Geschäftsführer. Dass die Pachtforderung einen stattlichen Betrag ausmacht, sei nicht zuletzt der Größe der von den Seglern genutzten Fläche am Kulkwitzer See geschuldet. "Pro Mitglied schlägt die neue Pachthöhe mit rund 30 Euro jährlich zu Buche", schätzt Andreas Berthold ein. "Das ist eine Größenordnung, die auch bei anderen Vereinen zum Tragen kommt." Allerdings könnten die Segler prüfen, ob sie die gesamte gepachtete Fläche für ihre Zwecke benötigen.
Leipziger Volkszeitung - André Dreilich [05.11.2002]
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