Vandalismus ließ Kosten wachsen

zurück zur Übersicht "Presseinformationen - Artikel Jahrgang 2002"
Nachtragshaushalt soll Finanzplanung am See neuen Realitäten anpassen

Der Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG) hat einen Nachtragshaushalt beschlossen, um die Finanzplanung des Erholungsgebietes den neuen Gegebenheiten anzupassen. "Schuld" daran waren unerwartete Einnahmen, vor allem jedoch nicht geplante Mehrausgaben.

Der Entwurf des Nachtragshaushaltes für das laufende Jahr hatte bis Ende September öffentlich ausgelegen. Allerdings nutzte niemand die Möglichkeit zur Einsichtnahme.

Die erfreulichste Veränderung im Haushaltsplan ist dem Brand und anschließenden Verkauf der Schiffsgaststätte geschuldet. Die Veräußerung des einstigen Saaleschiffes samt eines bis zum See reichenden Grundstückes brachte dem ZEG einen Erlös von rund 180 000 Euro ein.

Allerdings ist diese Einnahme nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn ihr stehen eine ganze Reihe von zusätzlichen, im Vorfeld nicht geplanten Ausgaben und Mindereinnahmen gegenüber.

"Wir haben wegen des Brandes natürlich auch einen Mietausfall zu verzeichnen", erklärt ZEG Geschäftsführer Andreas Berthold. Geplante Einnahmen blieben und bleiben auch nach der Insolvenz der "Waldschänke" aus.

Für zusätzliche Kosten sorgte indes der starke Niederschlag im August, der den ZEG zum Dauerbetrieb der Pumpstation zwang, die nun reif für eine Rekonstruktion ist. Außerdem verursachte die Befestigung des völlig durchweichten Wegnetzes zusätzlichen Aufwand. Aktiv werden wird der Zweckverband auch im Bereich der Nordböschung. Dort soll zur Stabilisierung des Erdreiches noch in diesem Jahr Sanddorn angepflanzt werden, der auch illegale Gäste vom gesperrten Strand vergraulen soll. Diese hätten, so Berthold, sich dort nicht nur Gefahren ausgesetzt, sondern auch Schäden im Böschungsbereich verursacht und sogar die zum Schutz angehäuften Wasserbausteine entfernt.

Eine unrühmliche Rolle spielt auch der Vandalismus. Immer wieder werden durch nächtliche Gäste Schäden verursacht und Verunreinigungen hinterlassen, die zu Lasten des ZEG beseitigt werden müssen. Aber damit nicht genug: Um das nächtliche Treiben einzuschränken, wurde in Lausen ein Wachdienst eingesetzt, der ebenfalls bezahlt werden musste.
Leipziger Volkszeitung - André Dreilich [18.10.2002]
News-Archiv:   Jahrgang 2005   Jahrgang 2006   Jahrgang 2007   Jahrgang 2008   Jahrgang 2009
Letzte Änderung dieser Seite: 19.02.2008 02:03 • © 2000-2013 Komm e.V.ImpressumW3C valid HTML 4.01Zum Seitenanfang