Nachtragshaushalt soll Finanzplanung am See neuen Realitäten anpassen
Der Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG) hat einen Nachtragshaushalt beschlossen, um die
Finanzplanung des Erholungsgebietes den neuen Gegebenheiten anzupassen. "Schuld" daran waren
unerwartete Einnahmen, vor allem jedoch nicht geplante Mehrausgaben.
Der Entwurf des Nachtragshaushaltes für das laufende Jahr hatte bis Ende September öffentlich
ausgelegen. Allerdings nutzte niemand die Möglichkeit zur Einsichtnahme.
Die erfreulichste Veränderung im Haushaltsplan ist dem Brand und anschließenden Verkauf der
Schiffsgaststätte geschuldet. Die Veräußerung des einstigen Saaleschiffes samt eines bis zum
See reichenden Grundstückes brachte dem ZEG einen Erlös von rund 180 000 Euro ein.
Allerdings ist diese Einnahme nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn ihr stehen eine
ganze Reihe von zusätzlichen, im Vorfeld nicht geplanten Ausgaben und Mindereinnahmen
gegenüber.
"Wir haben wegen des Brandes natürlich auch einen Mietausfall zu verzeichnen", erklärt ZEG
Geschäftsführer Andreas Berthold. Geplante Einnahmen blieben und bleiben auch nach der
Insolvenz der "Waldschänke" aus.
Für zusätzliche Kosten sorgte indes der starke Niederschlag im August, der den ZEG
zum Dauerbetrieb der Pumpstation zwang, die nun reif für eine Rekonstruktion ist.
Außerdem verursachte die Befestigung des völlig durchweichten Wegnetzes zusätzlichen
Aufwand. Aktiv werden wird der Zweckverband auch im Bereich der Nordböschung. Dort
soll zur Stabilisierung des Erdreiches noch in diesem Jahr Sanddorn angepflanzt werden,
der auch illegale Gäste vom gesperrten Strand vergraulen soll. Diese hätten, so
Berthold, sich dort nicht nur Gefahren ausgesetzt, sondern auch Schäden im
Böschungsbereich verursacht und sogar die zum Schutz angehäuften Wasserbausteine
entfernt.
Eine unrühmliche Rolle spielt auch der Vandalismus. Immer wieder werden durch nächtliche
Gäste Schäden verursacht und Verunreinigungen hinterlassen, die zu Lasten des ZEG
beseitigt werden müssen. Aber damit nicht genug: Um das nächtliche Treiben
einzuschränken, wurde in Lausen ein Wachdienst eingesetzt, der ebenfalls bezahlt
werden musste.
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