"Licht aus" in der Waldschänke

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Pächter meldete Insolvenz an - Zweckverband sieht Räumungsproblem

In der "Waldschänke" am Kulkwitzer See ist bereits vor Wochen das letzte Bier gezapft worden. Der Betreiber der Gaststätte hat im September Insolvenz angemeldet und beschert dem Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG) damit ein handfestes Räumungsproblem. Für die drohende Insolvenz habe es keine Anzeichen gegeben, bestätigt ZEG- Geschäftsführer Andreas Berthold. "Bis August gab es keine Probleme bei der Pachtzahlung."

Der Pachtvertrag - er umfasste lediglich das Grundstück, auf dem die "Waldschänke" betrieben worden war- wäre normalerweise noch bis zum 30.Juni 2003 gelaufen. Eine Verlängerung war aus Verbandssicht nicht beabsichtigt. Der mittlerweile bestellte Insolvenzverwalter habe den Vertrag jedoch zum 30.November gekündigt, sagt Berthold. "Allerdings wurde uns mitgeteilt, dass die noch ausstehenden Pachtzahlungen nicht mehr erfolgen werden. Sollten wir darauf bestehen, wurde Massenunzulänglichkeit angekündigt." Zugleich sei eine schnelle Beräumung der Fläche abgelehnt worden.

Derzeit befinden sich dort noch die sechs Container, aus denen die "Waldschänke" besteht. Nach Aussage Bertholds strebt der Insolvenzverwalter deren Verkauf an. Die Chancen dafür seien jedoch gering, so Berthold, denn die Container weisen einen schlechten Zustand auf. Unter Umständen seien deren Beräumungskosten höher als ihr Wert. "Dann haben wir Probleme bei der Räumung zu erwarten."
Leipziger Volkszeitung - André Dreilich [15.10.2002]
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