Mit einem Pegelstand von 114,71 Metern erreichte der Kulkwitzer See bei den starken Niederschlägen
im August einen Rekordstand. Dass es dabei nicht zu gravierenden Schäden vor allem im Bereich der
Nordböschung kam, ist einem Zufall zu verdanken. "Wir hatten keinen Wellengang, sonst wäre es eng
geworden", betont Andreas Berthold, Geschäftsführer des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitzer
See (ZEG) bei der Versammlung des Zweckverbandes in der vergangenen Woche.
Um den Wasserstand im See auf ungefährlichere Werte zu senken, werden stündlich mehr als 200
Kubikmeter abgepumpt. "Der Dauerbetrieb der Pumpe und die hohe Verdunstung haben die Situation
mittlerweile entspannt," sagt Berthold.
Um den Wasserstand des Sees künftig ohne aufwändiges Abpumpen regeln zu können, drängt der ZEG
seit Jahren auf den Bau einer so genannten Freispiegel-Leitung, durch die das Wasser ablaufen
kann.
Diese Lösung, die die Betriebskosten im Vergleich zum Abpumpen stark senken würde, ist nun in
greifbare Nähe gerückt. "Das technische Projekt für die Leitung ist in Arbeit, im November
wird eine Beratung stattfinden, um die denkbaren Varianten zu prüfen", erklärte der ZEG-Geschäftsführer.
Die Finanzierung des Vorhabens, das auch eine Durchörterung der Bundesstraße B87 vorsieht,
soll durch den Einsatz von Fördermitteln aus der Braunkohlesanierung erfolgen, hieß es.
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