Während im weiten Sachsen Häuser und Gehöfte in den Hochwasserfluten versanken, blieben Markranstädt
und Umgebung von der Katastrophe weitgehend verschont. Ganz ohne Schäden ging es jedoch nicht ab. Über
Details informierte die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche.
Trotz der Rekordniederschläge in der ersten Augusthälfte sei Markranstädt "weitestgehend glimpflich" davon
gekommen, berichtete Heiner König, der erste Beigeordnete von Markranstädt, in der vergangenen Woche im Stadtrat.
Wasserschäden seien an kommunalen Bauten eingetreten, wie zum Beispiel am Tribünengebäude. Überflutungen gab
es an mehreren Orten im Stadtgebiet, so unter anderem in Göhrenz ( Die "Kleine" berichtete), Frankenheim
und im Wohngebiet "Am See".
In derartigen Fällen waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren mit ihren Pumpen zumeist im Dauereinsatz,
um Keller zu entleeren und plötzlich entstandene Seen trockenzulegen. Im Wohngebiet "Am See" reichte das
nicht aus, dort wurde nach Absprache mit dem Katastrophenstab ein provisorischer Überlauf zum Kulkwitzer
See angelegt, durch den das Wasser relativ schnell abfließen konnte. Während die Einsätze der
Freiwilligen Feuerwehren im Normalfall laut Gebührensatzung in Rechnung gestellt werden, waren die
Floriansjünger in der Katastrophensituation zum Nulltarif tätig.
"Wir werden den Bürgern die Leistungen nicht in Rechnung berechnen", bestätigte Bürgermeister Martin Schmeling auf Anfrage der "Kleinen Volkszeitung".
Handlungsbedarf in Hinblick auf künftige Regengüsse mahnte indes Stadtrat Siegfried Lorenz an. "Im Wohngebiet Ellernwiesen hat es erhebliche Schäden nicht zuletzt deshalb gegeben, weil der dortige Flutkanal zugewachsen ist", sagte Lorenz. "Dort muss dringend etwas getan werden, um eine Wiederholung zu vermeiden.
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