Bornaer wollen Projekt wiederbeleben
Seit fast fünf Jahren gibt es am Kulkwitzer See eine Wasserskianlage. Genauer: Müsste es sie geben, wenn zwischenzeitlich
geplatzte Investorenträume in Erfüllung gegangen wären. Nun haben sich zwei Bornaer vorgenommen, das Projekt in die Tat
umzusetzen.
Die bislang schillerndste Gestalt im Reigen der gescheiterten Investoren war wohl Wolfgang Senge. Dem hessischen
Lotus-Fahrer war es als einzigem vergönnt, am See bleibende Spuren in Gestalt von Fundamenten zu hinterlassen. Inzwischen
ist auch er aus dem (Wasserski-) Rennen. Nach dem Untergetauchten werde gesucht, erklärte Andreas Berthold, der
Geschäftsführer des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG). Und auch ein potentieller Senge - Nachfolger
musste wie berichtet mittlerweile mangels Finanzierbarkeit des Wasserskiprojektes das Handtuch werfen.
"Seit 30. September war wieder alles offen", sagte Berthold. "Wir haben darauf hin andere Bewerber informiert." Dabei
verfuhr der Verband nach dem Windhundprinzip: Wer zuerst ein tragfähiges und finanzierbares Konzept vorlegt, sollte den
Zuschlag bekommen. Das Rennen machten zwei aus dem Raum Borna stammende Interessenten. Sie sind selbst aktive
Wasserski-Sportler und haben das Genehmigungsverfahren für die Anlage bereits in Angriff genommen. "Außerdem wurde mit der
Herstellerfirma Rixen bereits ein Vertrag über die Wasserskianlage abgeschlossen", bestätigte Berthold.
Wenn die Genehmigung für das Vorhaben erteilt ist, soll zum Bau und Betrieb der Anlage ein langfristiger Pachtvertrag
abgeschlossen werden. Der gegenwärtige Zeitplan sehe vor, mit der Umsetzung des Vorhabens Anfang kommenden Jahres zu
beginnen. "Im Frühling soll der Betrieb aufgenommen werden", sagt Berthold. Schon jetzt gebe es zahlreiche Anfragen von
Interessenten, die sich nach Möglichkeiten zur Ausübung des Wasserskisports am Kulkwitzer See erkundigen.
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