Plastik statt Jute: Mit Beuteln voller Mini - Flaschen starteten die "Weihnachtsmänner zum Tauchgang / Pinguine und Delphine stiegen in den "Kulki"
Eiskaltes Vergnügen gab es am Sonnabend am Kulkwitzer See im Doppelpack zu bestaunen. Während am Vormittag die Leipziger
Delphine ihr traditionelles Weihnachtstauchen durchführten, gab es bei den Leipziger Pinguinen wenig später das nicht minder
traditionelle Anschwimmen zu erleben. Für die Eisbader beginnt nach der unangenehmen Zeit der Wärme endlich wieder die
richtige Saison. Delphine und Pinguine sind im Tierreich für ihr geselliges Wesen bekannt. Die Leipziger Vereine eiferten
ihren Namensgebern nach und hatten sich reichlich Gäste eingeladen.
Gut 60 Taucher, darunter "Kollegen" aus Mölln und Bayreuth, stiegen ins eisige Wasser, um sich auf die Suche nach zwei
Weihnachtsmännern zu machen. Diese warteten auf der Ausbildungsplattform in fünf Metern Tiefe und hielten kleine Flaschen
bereit, deren Inhalt für wohlige Wärme sorgte. Die am Strand wartenden Zuschauer froren inzwischen bereits beim Zusehen,
denn auf einer Videoleinwand war das Geschehen live zu erleben.
Mehr als 100 Aktive zählten die Leipziger Pinguine bei der bereits 16.Auflage ihres Anschwimmens. Die 30 Gastgeber begrüßten
Gleichgesinnte aus 17 Vereinen, unter anderem aus Brandenburg, Plauen, Stralsund und München. Nach einer wärmenden Gymnastik
hieß es für die Kältefesten "Eis frei". Zuvor prüfte Detlef Heinze jedoch noch die Wassertemperatur: " Vier Grad ",
verkündete er.
Den von zahlreichen Neugierigen bibbernd verfolgte Gang ins kühle Nass zelebrierten die Mitglieder der unterschiedlichen
Vereine als großen Auftritt, zu dem auch ausgefallene Kostüme gehörten. Gefroren hat von den Aktiven nach eigener Aussage
zumindest keiner. Da sah es bei den Zuschauern trotz dicker Sachen schon anders aus.
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