Segler starten trotz schlechten Wetters auf dem Kulkwitzer See in die Saison
Der Seglerverein Leipzig - Südwest lud zum Saisonauftakt an den Kulkwitzer See. Trotz des unfreundlichen Wetters ging es
"heiß" her. Kalte acht Grad, ein grau in grau und dann dieser durchdringende Nieselregen - kurzum das Wetter war am
Wochenende einfach nicht für den Wassersport in freier Natur geschaffen.
"Schade, dass wir solches Wetter haben, sonst waren es in den vergangenen Jahren immer mehr Teilnehmer. Aber für unseren
Nachwuchs ist es trotzdem ein guter Abschluß für das Trainingslager, was wir seit Freitag haben", gesteht Jana Weißbach vom
Seglerverein. Das erklärt auch, warum am Sonntag lediglich eine Bootsklasse, also die 420er Jollen, am Start war. Die
Übungsleiterin ließ sich trotzdem zur Frühjahrsregatta ihres Vereins den Mut nicht nehmen- hatte mindestens ebenso viel
Spaß am Innendienst (also Mittagessen kochen und Tee brühen), wie Jan Schuster und Kerstin Horn auf dem Wasser. Die beiden
Betreuer tuckerten mit einem blauen Motorboot und neun PS, die vom Trabi-Lenkrad aus gesteuert wurden, über den Kulkwitzer
See und sahen bei den Teilnehmern der Regatta nach dem Rechten.
Denn immerhin ließen es sich acht Unentwegte auch unter widrigsten Umständen nicht nehmen, den seglerischen Auftakt am
Wochenende wahrzunehmen. Schließlich sei der Parcours, ein Dreieck, dann eine Parallele und dann wiederum ein Dreieck, in
erster Linie dazu da, die Boote aus dem Winterschlaf zu holen und die Saison einzuläuten. "Früher bei den Holzbooten musste
immer abgeschliffen und neu gestrichen werden - jetzt machen wir die Kunststoffboote wesentlich schneller wieder fit",
erklärt Jana Weißbach. Und auch wenn es somit weniger um Siege oder Medaillen ging, ließen Thomas Herbst und Andre Koch
nichts anbrennen. Souverän gewann Herbst( selbst Trainer im Verein und im vergangenen Jahr gemeinsam mit Florian Vörkel
einziger sächsischer Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft in Eckernförde) am Ende mit seinem Teamkollegen Koch.
"Die Beiden haben es einfach drauf, und auch hier keine Mühe zu gewinnen" konstatiert Jan Schuster vom Boot aus. Mit
einigem Abstand dahinter folgten seine Tochter Claudia Horn und Christian Matthes und landen sicher auf dem zweiten Platz.
Dritter wurde das Team Markus und Johannes Rost. Die beiden Brüder kamen somit noch vor Daniela Quitt und Tina Quack ins
Ziel. Die beiden 14jährigen Mädchen können den undankbaren vierten Platz jedoch sicher gut verkraften. Nicht nur, dass sie
zum ersten mal von der Opti - Klasse in die 420er Klasse (ehemals sogar olympische Klasse) aufgestiegen waren, auch ein
unfreiwilliges Bad musste Daniela über sich ergehen lassen. "Ich konnte mich nicht mehr halten und dann hat auch was mit
der Technik nicht hingehauen", erzählte Daniela wenige Minuten nachdem sie von Übungsleiter Thomas Kreutzer aus dem Wasser
gefischt wurde. Einen Vorteil hatten die Beiden am Ende aber doch. Während ihre 14 bis 18jährigen Vereinskameraden noch auf
der "Kulke" schipperten, saßen sie schon im wesentlich wärmeren Bootshaus. So hatten sie beste Startposition zum Run aus
die deftige Erbsensuppe mit Bockwurst, die nach der Regatta von Jana Weißbach und Jürgen Dutschke als Belohnung kredenzt
wurde.
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