Stahlturm soll wieder leuchten - Zweckverband will Bauwerk am Kulkwitzer See gründlich sanieren

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Eine optische Verjüngungskur erfuhren in diesem Jahr gleich zwei auf dem Leipziger Ufer des Kulkwitzer Sees ansässige "Veteranen": Die Schiffsgaststätte und der Leuchtturm wurden entrostet und erhielten einen neuen Anstrich. Für den Leuchtturm geht die Verjüngungskur noch weiter.

Beiden Sehenswürdigkeiten hatte der Zahn der Zeit kräftig zugesetzt. Bei der Schiffsgaststätte ist das verständlich, denn die einstige "Frieda" hatte als Lastkahn auf der Saale bereits eine lange Karriere hinter sich, ehe sie in mehrere Teile zerlegt wurde und 1972 am Kulkwitzer See auf einem Betonfundament vor Anker ging. Der nur wenige Meter von der betagten Dame entfernte Leuchtturm zeigte ebenfalls deutlichen Sanierungsbedarf und wurde seiner eigentlichen Bestimmung mangels Innenlebens schon lange nicht mehr gerecht. "Wir wollen diesen stark frequentierten Bereich unseres Territoriums wieder attraktiver machen", sagte Andreas Berthold, Geschäftsführer des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitzer See. Aus diesem Grund wurde kürzlich das seit 1994 als chinesisches Spezialitätenrestaurant genutzte Schiff in Absprache mit dem Pächter farblich wieder von Grund auf flott gemacht.

Einen neuen rot-weißen Anstrich erhielt außerdem der Leuchtturm, der nun auch wieder von Markranstädt aus gut zu sehen ist. Noch in diesem Jahr soll der kleine Turm, der in der Vergangenheit durch Vandalismus beschädigt worden war, wieder seinen "regulären" Betrieb aufnehmen.

Bisher mangelt es dem Wegweiser an der benötigten Elektrik. Geplant ist jedoch, in den stählernen Turm noch in diesem Jahr eine neue Lichtquelle einzubauen und diese durch eine ebenfalls neue Verglasung zu schützen.
Leipziger Volkszeitung [09.11.2001]
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