Auch per pedes, Fahrrad und Boot schauen Ordnungshüter bis Sommerende nach dem Rechten. Das Traumwetter macht's möglich -
viele Camper haben ihre Zelte bereits aufgeschlagen und an die Seen der Regionen pilgern zig Badelustige. Doch auch
Straftäter zieht es zunehmend an die Orte der Erholung und Entspannung. Grund für die Polizei, dort wie in jedem Jahr
während der Freiluft-Saison verstärkt präsent zu sein. Und zwar zu Pferd, per Boot, Fahrrad und zu Fuß. Vor allem Diebe
haben sich im Vorjahr am Kulkwitzer See "bedient": 33 Anzeigen registrierte die Polizeidirektion Leipzig (PD) am "Kulki";
zwölf Mal waren Autos betroffen. Außerdem wurden acht Körperverletzungen, zwei Raubstraftaten, fünf Drogendelikte sowie
zwei Fälle von sexuellen Missbrauch angezeigt. "Das sind leider elf Staftaten mehr als im Vorjahr", sagte PD-Sprecherin
Birgit Schlegel. Auch am Auensee ist die Kriminalität gestiegen. Hier wurde hauptsächlich geklaut.
Regelmäßig sind Beamte in diesen Naherholungsgebieten nun auf Streife, zusätzlich seit diesem Jahr auch am Cospudener See.
Ganz gleich, ob die Polizisten per pedes, Mountainbike oder Mehrzweckboot nach dem Rechten sehen, sie wollen Sicherheit
vermitteln und für den Bürger Ansprechpartner sein.
Mit dabei sind auch die Reiterstaffel der Landespolizeidirektion Zentrale Dienste in Dresden. Jeweils zwei Pferde samt
Reiter werden bis 25. September an einem der drei Gewässer sein. "Bei Bedarf können nachts auch mal Hunde eingesetzt
werden", sagt Pressesprecherin Birgit Schlegel. In den vergangenen Wochen wurden von Bürgerpolizisten Handzettel mit
diversen Verhaltenstipps an Camper verteilt, denn sie können selbst Vorsorge treffen. So rät die Polizei, Ausweise,
Scheckkarten und Geld niemals unbeaufsichtigt im Zelt oder Wohnwagen liegen zu lassen, sondern immer mitzunehmen. wer
seine Bleibe im Grünen längere Zeit verlässt, sollte den Nachbarn bitten, mal einen Blick mit drauf zu werfen.
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