Am Kulki fließt Geld für Kanäle und Leitungen

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Sanierung soll Zusammenbruch alter Infrastruktur stoppen

Am Kulkwitzer See wird zur Zeit das Abwassersystem erneuert. Außerdem kommen neue Elektrokabel in den Boden. Durch diese mit Mitteln der Lausitz-Mitteldeutschen Braunkohleverwaltungsgesellschaft (LMBV) geförderten Arbeiten soll die Infrastruktur am See fit gemacht und vor dem Zusammenbruch bewahrt werden.

Dem Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See (ZEG) kommt dabei zugute, dass der "Kulki" ein Braunkohlerestloch ist, für dessen Kultivierung Fördermittel in Anspruch genommen werden können. "Wir haben entsprechende Anträge vor etwa drei Jahren gestellt" erklärt ZEG- Geschäftsführer Andreas Berthold. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit LMBV-Mitteln die Stabilisierung der Nordböschung des Sees in Angriff genommen.

"Ein großes Problem ist für uns der Wasserspiegel des Sees, der bei der Flutung mit 112 Metern geplant war, inzwischen aber bei 114,5 Metern über Normalnull liegt", erklärt Berthold. "Das führt dazu, das Wasser- und Abwasser- und Elektroleitungen zum großen Teil im Grundwasser liegen. Dafür sind die Anlagen aber nicht ausgelegt." So mussten bereits Teile der Straßenbeleuchtung abgeschalten werden. Außerdem drohe die Kontamination des Grundwassers durch undichte Abwasseranlagen.

Um derartige Gefahren zu bannen, wurde im Oktober mit der Sanierung der Wasser - und Abwasseranlage im Bereich der besonders stark gefährdeten Halbinsel begonnen. Dabei werden unter anderem alte Pumpgruben abgerissen und durch gekapselte Pumpwerke ersetzt. Außerdem dienen die LMBV- Fördermittel dazu, das dem Zweckverband gehörende Elektronetz zu rekonstruieren.

"Wir wollen die Arbeiten bis Jahresende abschließen", erläutert der ZEG- Geschäftsführer. "Dank der guten Zusammenarbeit mit der LMBV liegen die durch uns beauftragten Baufirmen im Plan."

Insgesamt beläuft sich die von der LMBV für den Zweckverband geleistete Unterstützung auf mehr als eine Million Mark. "Das sind Dimensionen, die wir als Verband nie hätten aufbringen können und die künftigen Investoren zugute kommen."
Leipziger Volkszeitung - André Dreilich [06.11.2001]
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