Ein Spezialtransporter aus dem polnischen Olsztyn traf gestern Morgen mit einer Million neuer Kulki-Bewohner in Leipzig ein.
Die gerade mal einen Zentimeter langen Brütlinge wurden im Rahmen eines sächsischen Pilotprojektes in den Kulkwitzer See
eingesetzt.
"Erst am Montagvormittag erhielten wir die Information, dass die Fische binnen 24 Stunden bei uns ankommen würden",
berichtete Uwe Fricke, Geschäftsführer des Anglerverbandes Sachsen (AVS). "Trotz der Kürze der Zeit und des Feiertages
haben wir sehr schnell ausreichend Angelfreunde gefunden, die beim Entladen des Spezialtransportes geholfen haben."
Ebenso erfreut war der Geschäftsführer darüber, dass die Fische den 900 Kilometer langen Transport unbeschadet überstanden
hatten. Sie waren in 40 doppelwandige, zentnerschwere Foliesäcke verpackt, die die Angler vom Sattelschlepper zum Ufer
tragen mussten.
"Wassergeflügel" und Raubfische werden um die winzigen Maränen keinen Bogen machen", weiß Uwe Fricke. Dennoch: Bei ähnlichen
Projekten außerhalb Sachsens hätten zehn Prozent überlebt und seien 45 Zentimeter groß geworden. Für den Kulki wären das
100 000 Großmaränen, die für Nachwuchs sorgen und so eine stabile Population dieser heringsähnlichen Fische aufbauen
könnten.
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