Der jahrelang "vergessene" Rodelberg am Kulkwitzer See mausert sich zusehends. Junge Leute pflanzen dort, wie berichtet,
wurde Bäume und Sträucher, räumten Müll und Unrat beiseite und legten Wege an. Am 22.06.2001 haben die Grünauer die
Möglichkeit, das Geschaffene im Rahmen eines Bergfestes in Augenschein zu nehmen.
Bereits im Oktober vergangenen Jahres begannen 15 Jugendliche am Rodelberg mit Aufräumungsarbeiten. Sie taten das im Rahmen
einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Vereins Columbus. "Im Herbst und Winter drückten die jungen Leute die Schulbank.
Schließlich sollen sie die Maßnahme nach einem Jahr mit dem "Bauhelfer-Schein" beenden, sagt der Columbus-Vorsitzender
Ralf Burkhardt.
Im März griffen die Jugendlichen wieder zu Hacke, Schaufel und Schubkarre. Sie pflanzten am Rodelberg tausende kleiner
Bäume und Sträucher, die von der Stiftung Wald für Sachsen und dem städtischen Betrieb für Beschäftigungsförderung zur
Verfügung gestellt worden waren.
Im April wurde der Bau eines Weges, der sich hinauf zum Gipfel des Rodelbergs schlengelt, in Angriff genommen. Außerdem
soll am Hang nach Süden hin ein Rondell gepflastert werden, das Sitzgelegenheiten und einen Unterstand bietet und so zum
Verweilen einlädt.
"Das Projekt geht auf Ideen von Schülern des Ratzel-Gymnasiums zurück", erläutert der Grünauer Stadtteilmoderator Jan
Zychlinsky. "Wir demonstrieren hier, wie sich das Wohnumfeld dank der Zusammenarbeit verschiedener Akteure aufwerten
lässt". Ideen werden zur Zeit noch für ein Wahrzeichen gesucht, das auf dem Gipfel des Berges angebracht werden soll. Wer
sich Anregungen dafür holen will, hat dazu beim großen Bergfest am 22.Juni Gelegenheit.
|