Neptun be(l)ehrte am Sonnabend die Landratten am Kulkwitzer See. Am Wochenende hat das Seefest am "Kulki" zahlreiche
Besucher angezogen. Schon am Freitag zum Eröffnungsfeuerwerk platzte das Festzelt beinahe aus den Nähten. Am Sonnabend
setzte der Carnevalsclub Alte Salzstraße (CC-AS) mit seinem 11. Fetzigen Kulkwitzer Karnevalsklamauk den nächsten Höhepunkt.
Mit Verkleidung und Witzigkeit wollen die Jecken nicht bis zur Faschingssaison hinterm Berg halten. Deshalb, so CC-AS
Präsident Reinhard Ihle, organisiere sein Verein jeden Sommer diesen aufwendigen Spielewettbewerb. "Dieses Jahr haben wir
uns mit dem Zweckverband Kulkwitzer See zusammengetan und bringen unseren Karnevalsklamauk mit in das Seefest ein", so Ihle.
Die närrischen Vereine aus Grünau, Mölkau, Werdershausen und Eilenburg traten gegeneinander an. Doch bevor mit den einzelnen
Disziplinen am Strand und auf dem Wasser begonnen wurde, hatte Neptun noch ein paar Hühnchen mit den Landratten zu rupfen.
Nachdem er sich mit einem Motorboot über den See bringen ließ, gab er zunächst etwas verstimmt ein paar weggeworfene
Flaschen und Dosen zurück und verlas das Gebot: "Werft keine leeren Flaschen in das Wasser- nur volle". Milder gestimmt
wurde er durch die Taufe des Zweckverbandsvorsitzenden Andreas Berthold auf den Namen Kulkiwitz, mit Anspielung auf das
etwas befremdlich anmutende Flugzeugwrack im See und die nie fertig gestellte Wasserskianlage.
Der Täufling nahm den Narrenspaß gelassen und hatte gut lachen. Zwar musste er baden gehen, das Fest tat es nicht.
Berthold war zufrieden: "Der Auftakt im Vorjahr ließ sich noch etwas schwer an, aber jetzt scheint es sich herumgesprochen
zu haben". Den Pokal des Karnevalsklamauks holte sich die Mannschaft vom Werdershausener Verein.
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