Ein ungewöhnliches Rezept gegen die hochsommerlichen Temperaturen haben zehn Mitglieder des Jugendorchesters Leipzig
ausprobiert: Sie tauchten im Kulkwitzer See ab und ließen ihre Instrumente drei Meter unter der Wasseroberfläche erklingen.
Mit Hilfe von mehreren Leitungen wurden die Blasinstrumente mit Pressluft gespeist. Eine Neuauflage ist geplant, dann mit
großem Tauchpublikum. Acht der Musiker erlebten gleich eine doppelte Premiere, da sie neben dem Unterwasserkonzert zugleich
ihren ersten Tauchgang absolvierten. Taucher der "Leipziger Delphine" standen ihnen zur Seite und bildeten gleichzeitig das
Publikum.
Es klang komisch, aber man konnte was hören: Leipziger Musiker bliesen zur Konzert-Premiere im Kulki. Eine Premiere im
doppelten Sinne absolvierten in der vergangenen Woche zehn Mitglieder des Jugendorchesters Leipzig: Sie verschwanden samt
Instrumente im Kulkwitzer See und spielten in einer Tiefe von drei Metern zum ersten Unterwasserkonzert auf. Für acht der
Musiker war es zudem der erste Tauchgang überhaupt.
Ehe die Musiker zu ihrer Premiere in den Kulkwitzer See abtauchen durften (die LVZ berichtete), mussten sie üben: In der
Mainzer Straße erlernten sie mit Hilfe der Tauchschule "Delphin" den Umgang mit Pressluftflasche, Regler und Maske. Zu zehnt
"flüchteten" sie dann vor hochsommerlichen Temperaturen ins kühle Nass, um bei einer Wassertemperatur von 20 Grad ihre
Instrumente zum Klingen zu bringen. Für die Akustik war Lutz Drößler verantwortlich. Er bastelte mehrere Leitungen, durch
die die Instumente mit Pressluft versorgt wurden. "Es klang komisch und irgendwie verzerrt, aber man hat wirklich etwas
gehört", staunte Tauchlehrer Reinhard Gräfe, der seine Schüler beim musikalischem Tauchgang unter die Fittiche nahm. Mit
von der Partie waren auch die Mitglieder des Tauchsportvereins "Leipziger Delphine", die sich dieses Spektakel nicht
entgehen lassen wollten. Trotz der Mühe beim Reinigen der Instrumente soll schon bald das nächste Konzert im See
stattfinden. "Dann allerdings mit Bänken und großem Publikum", versprach Orchester-Chef Jens Göttert.
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