35jähriger Mann ist am Mittwoch nachmittag ertrunken / Rettungstaucher kritisiert: Die Wasserwacht hat versagt
Ein 35jähriger Mann ist der erste Badetote in dieser Saison. Am Mittwoch gegen 14 Uhr beobachteten Badegäste am Kulkwitzer
See, wie der Schwimmer zwischen der Wasserrutsche und dem Campingplatz, etwa 300 Meter vom Lausener Ufer entfernt, Probleme
bekam und unterging. Zufällig anwesende Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) konnten ihn
nur tot aus sieben Meter Tiefe bergen. Vor dem Bad in dem 14 Grad kaltem Wasser hatte der Obdachlose mehrere Gläser Bier in
einer Gaststätte getrunken.
Rettungsschwimmer Stefan Piesker machte der Wasserwacht Vorwürfe: "Wir waren rein zufällig in unserer Freizeit hier. Als
der Mann unterging, habe ich als erstes die Telefonnummer 9411683 der Wasserwacht angerufen. Aber keiner war da, obwohl
Badebetrieb ist. Nur mit einem Boot hätte der Mann gerettet werden können".
Statt dessen schwammen Piesker und Kollege mit Schnorchel und Kompaß zu der von Zeugen beschriebenen Stelle, konnten den
Mann aber auf Anhieb nicht finden. Erst mit Tauchausrüstung und Unterstützung vom Hubschrauber Christoph Leipzig konnte
der leblose Körber geborgen werden. Aber es war zu spät. Alle Wiederbelebungsversuche halfen nichts mehr, Klaus M. war tot.
Rettungstaucher Piesker: Die DLRG bietet seit längerer Zeit an, auf der Lausener Seite des Kulkwitzer Sees einen
Rettungsdienst zu organisieren."
Klaus M. hatte vor seinem Tod in einer Kneipe mindestens fünf Bier getrunken und war dann in das kalte Wasser gesprungen.
Augenzeugen berichteten, daß er "sehr lange" im Wasser gewesen und bereits einmal über den See geschwommen sei".
Überschätzung nach Alkoholgenuß", sagt die Polizei, andere sprechen von Selbstmord.
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