Dienstag ging die Pumpe am Kulkwitzer See in Betrieb. 50 Liter Wasser werden pro Sekunde aus dem Kulkwitzer See durch einen
150 Meter langen Verbindungskanal in das Zschampert-Bett geleitet und weiter in die Luppe. Dr. Christian Aegerter,
Amtsleiter Umweltschutz: "Seit 1994 wird an einem Windkraftprojekt gearbeitet, um das Wasser kostengünstig zu heben. Jetzt
war es höchste Zeit für eine Sofortmaßnahme. Wenn die Böschung weiter abrutscht, könnte der Schaden in die Millionen gehen".
Die B87 ist nicht in Gefahr. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Pumpe wird den Kulki im Jahr um anderthalb
Millionen Kubikmeter Wasser "erleichtern" und der meist trockene Zschampert wird wieder zum Jungbrunnen für seine Umgebung.
Ursprünglich hatte sich das Tagebaurestloch um 15 Zentimeter im Jahr gefüllt. Während der letzten beiden Jahre stieg das
Wasser jeweils um einen halben Meter an. Wo Camper ihr Domizil hatten, tummeln sich nun Fische und aus der Liegewiese ist
ein 1 Hektar großer See geworden. Uwe Dörling, Geschäftsführer des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitz: "Früher
wurden jährlich eine halbe Million Kubikmeter Wasser für die Landwirtschaft entnommen. Die Betriebe sind stillgelegt. Dazu
drückt die Bauerei um den See den Spiegel hoch und Wasser von oben gab's auch genug. Wenn wir den jetzigen Wasserstand
halten, sind wir gut". Deshalb ist das Windkraftprojekt nicht vom Tisch. Es gibt Überlegungen zur Brauchwasserentnahme
und in ferner Zukunft soll mit Hilfe der Kulki-Fluten das Gebiet der alten Luppe im nördlichen Auenwald renaturiert werden.
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