Antrag für die Gestaltung einer Ausgleichsfläche am Kulkwitzer See

Mit diesem Schreiben möchte ich einen Antrag für die Gestaltung der Ausgleichsfläche am Kulkwitzer See einreichen, auf der zurzeit noch die Gaststätte "Partytonne" steht:

Gemeinsam mit der Stiftung Wald für Sachsen und dem Naturschutzbund möchte ich nach dem Abriss der "Partytonne" eine Baumpflanzaktion ins Leben rufen, für die ich natürlich entsprechende Unterstützung benötige. In Gesprächen wurde mir verbindlich erläutert, dass die "Partytonne" in diesem Jahr abgerissen wird, die Betonflächen entsiegelt werden und die gesamte Fläche renaturiert werden soll, d.h. es soll eine Grünfläche entstehen. So sieht es der Bebauungsplan vor.

Mit der Stiftung Wald für Sachsen, Herrn Tümmler, habe ich mich bereits in Verbindung gesetzt. Die Stiftung würde die Pflanzung eines oder mehrerer Bäume übernehmen, ein weiterer Baum würde privat gesponsert, auch der Naturschutzbund und die Tauchschule Delphin haben schon Unterstützung angekündigt. Es wäre wünschenswert, wenn sich weitere Interessenten, Mitstreiter und Sponsoren finden. Gemeinsam mit der Stiftung Wald für Sachsen habe ich in diesem Jahr das Pflanzen einer Weißtanne, der Baum des Jahres 2004, erlebt. Kinder eines Kinderheimes in Leipzig pflanzten diesen, ihren Baum. Es war für sie ein beeindruckendes Erlebnis. Diese Kinder könnten z.B. am Kulkwitzer See auf der genannten Fläche auch den ersten Baum pflanzen. Herr Tümmler empfiehlt die Pflanzung einer Gruppe von Tulpen- und Urweltmammutbäumen. Ein Tulpenbaum sieht einfach schön aus. Seinen Namen verdankt das schmucke Gewächs den tulpenähnlichen Blüten, die dem Baum seinen deutschen Namen geben. Er gehört zur Magnolienverwandtschaft, ist aber sehr viel größer.Der Tulpenbaum zählt erdgeschichtlich zu den ältesten Baumarten.

Ein Urweltmammutbaum erinnert an die Braunkohle: Er ist der wichtigste Baum der Wälder, aus denen die Braunkohle entstanden ist. Viele Pflanzen und Tiere aus der Entstehungszeit der Braunkohle sind längst ausgestorben. So war es eine Sensation, als 1943 in einem abgelegenen Tal in China der Urweltmammutbaum entdeckt wurde. Der Baum war aus gut erhaltenen Resten in den Braunkohleflözen längst gut bekannt und galt als seit Millionen von Jahren als ausgestorben. Mittlerweile ist er ein sehr beliebter Zierbaum und inzwischen wächst er auch wieder in Grünau und Umgebung - sehr passend also für den Kulkwitzer See, einem ehemaligen Braunkohletagebau. Ich würde diese Sorten sehr befürworten, ebenso unterstützt Herr Dr. Kasek, Vorsitzender des Kreisverbandes Leipzig des Naturschutzbundes, diese Vorschläge. Diese Bäume sind etwas Besonderes und etwas Besonderes ist auch der Kulkwitzer See für seine Anwohner und seine Gäste. Zu etwas Besonderem könnte man diese Pflanzaktionen machen, in dem z.B. Brautpaare ihren Baum am Kulkwitzer See pflanzen könnten. Schüler der umliegenden Schulen könnten bei entsprechender Unterstützung diese Aktionen ebenfalls fortsetzen - z.B. zum Weltumwelttag oder während der Projekttage in den Schulen, auch Schulpatenschaften für einen Baum wären denkbar. Auf diese Weise können die Grünauer selbst helfen, den See und seine Umgebung attraktiver zu gestalten. Ich glaube auch, dass sie dann mit aufpassen, dass das, was sie gepflanzt haben, nicht von Vandalen zerstört wird.

Die Stiftung Wald für Sachsen würde aber auch das Pflanzen einheimischer Bäume empfehlen - Linde, Eiche, Berg- oder Spitzahorn oder Platane. Vorraussetzung für den Beginn der Pflanzaktion wäre nach der Sanierung ein nährstoffreicher, kulturfähiger und entsprechend vorbereiteter Boden, was, wie mir in Gesprächen gesagt wurde, auch geplant ist. Auch Baumpflanzaktionen am Kulkwitzer See seien geplant - zwar an anderer Stelle - die das Flair in einem Erholungsgebiet weiter fördern sollen und die Naherholung weiter unterstützen - genau dazu würde mein genannter Vorschlag passen.

Mögliche Termine für den Beginn einer Pflanzaktion wären der Internationale Tag des Baumes - 25.4.2005 oder der Tag des Waldes - 25.3.2005, aber auch im Oktober, Anfang November 2004 kann man bereits damit beginnen - je nach Abschluss der Abriss- und Sanierungsarbeiten auf dem genannten Gelände.

Ich bitte um Überprüfung des Vorschlages, um entsprechende Befürwortung und Genehmigung und um entsprechende Unterstützung.
Elke Göbel
Letzte Änderung dieser Seite: 20.06.2009 11:21 • © 2000-2012 Nabu, KV LeipzigImpressumW3C valid HTML 4.01Zum Seitenanfang