Magazin Grün-AS - Ausgaben Jahrgang 1999
| Ausgabe 12/1999: Der Kulkwitzer See |
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Einer der wichtigsten Vorteile, die Grünau seinen Bewohnern bietet, ist der See am Stadtrand. Ich kenne nur wenige Städte in Deutschland, bei denen dichtbesiedelte Wohngebiete fast bis ans Wasser reichen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung des Sees auf das Mikroklima in Grünau: Im Sommer sorgt das Temperaturgefälle zwischen den aufgeheizten Wohnblocks und dem Wasser stets für eine kühle Brise, die das Klima wesentlich angenehmer macht, als das zum Beispiel in der Innenstadt der Fall ist. Kein Zweifel, der See hat große Bedeutung für die Wohnqualität in Grünau. Kein Wohnungsunternehmen und keine Baugesellschaft rund um den See, die ihn daher nicht für ihre Werbung nutzt. Im Gegensatz steht, dass er in den Planspielen und Diskussionen um Grünaus Zukunft bislang kaum eine Rolle spielt. ...
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| Ausgabe 08/1999: Rudern und Wasserski erweitern die Freizeitpalette am Kulki |
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Morgens, 8 Uhr früh: Noch herrscht Stille an den Ufern des Kulkwitzer Sees. Einige Bleßhühner schwimmen lautlos dahin, in den Zweigen der Birken regt sich ein schläfriger Wind. Der Kulki, entstanden 1973 als Restloch eines Braunkohletagebaues, ist heute mit einer Wasserfläche von 150 ha Leipzigs größte Badewanne. Ein Magnet, nicht nur für Badelustige. Doch der klare See - einer unter den Top Ten der saubersten Badeseen Deutschlands! - bereitet nicht nur Freude, sondern auch Kopfzerbrechen, weiß Dr. Berthold, Geschäftsführer des Zweckverbandes Erholungsgebiet Kulkwitzer See. "Der See steigt ständig, seit Februar haben wir ununterbrochen eine Pumpe im Einsatz, um den Wasserstand auf dem jetzigen Niveau von 114 m über Normal Null zu halten. Sonst haben wir nämlich bald die ganze Halbinsel unter Wasser, auf der sich der Campingplatz befindet. Dort ist der Baumbestand derart gefährdet, daß durch die Wurzelfäule die Pappeln umkippen." ...
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| Ausgabe 08/1999: Der Zschampert - Grünau's (größter) Fluß Teil 2 |
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1878 beklagte man sich über die Verschlammung des Zschampert durch Kohlenstaub der Grube Mansfeld, und 1907/08 wurde der Bach zwischen Lindennaundorf und Rückmarsdorf geradegelegt. Hier nimmt er auch das Wasser eines kleinen Seitenbachs auf, der die zwischen Miltitz und Frankenheim gelegene Niederung mit dem Hopfenteich entwässert. Jahrzehntelang wurde der Zschampert durch das im Kohlenwerk Kulkwitz anfallende Wasser gespeist. Heute erhält der Zschampert sein Wasser vorwiegend aus dem Kulkwitzer See: Durch das Abpumpen. Wenn die Pumpe nicht arbeitet, hat der Fluß in Miltitz kein Wasser. Die Duft und Aroma GmbH leitet nur Regenwasser ein, das in Regenwasserrückhaltebecken gesammelt wird. ...
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| Ausgabe 07/1999: Der Zschampert - Grünau's (größter) Fluß Teil 1 |
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Der Zschampert, auf alten Karten auch "Schambert" genannt, ist im Bereich Grünau der einzige natürliche Wasserlauf. Er tangiert Grünau am Westrand, und die Besucher des Kulkwitzer Sees überqueren ihn auf der B 87, wo sich eine kunstvoll gemauerte Dreibogenbrücke von 1793 befindet. Vermutlich ist diese durch eine spätere Straßenverbreiterung auf der Südseite verändert worden, so daß der Originalzustand der Brücke nur noch auf der Nordseite vorhanden ist. Der Zschampert ist der Rest eines alten Urstromtales am Fuß einer Grundmoränenkette, von der der Bienitz der bekannteste Teil ist. Auch Wachberg und Sandberg in Rückmarsdorf gehören dazu und als letzte flache Welle der Grünauer Kirschberg. In seinen besten Zeiten hatte der Zschampert ein Breite von 50 (!) Metern. Die Ufer waren schon zu Urzeiten bewohnt. Als Beleg dienen z.B. die Hügelgräber am Bienitz und der große steinzeitliche Friedhof am Rückmarsdorfer Sandberg. ...
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