Winterevent' s 2005 - 2006

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Es gibt nicht schöneres für Eisheilige, als die Monate zwischen Dezember und Februar, die Saison der Eistaucher. Wer sich einmal überwunden hat, den inneren Schweinehund zu besiegen, den sind wunderbare Eistauchgänge und Aussichten gewiss. Ein Tauchfreund aus Gera, Heiko .., welcher in dieser Saison mit uns das erste mal unter Eis war, sagte treffend: "einfach geil, Eistauchen macht süchtig". Dies stimmen eine kleine Schar von Delphinen zu, welche von Jahr zu Jahr größer wird. Unsere Aktivitäten begannen am 31.12.2005 auf dem Elster - Saale Kanal, es ging dann weiter zum Steinbruch Ammelshain. Die Sicht bei unseren Tauchgängen im Januar war einfach phantastisch, man konnte die Attraktionen von Ammelshain (Wartburg' s) auch ohne Lampe bewundern. Endlich wieder einmal, war der Kulki super zugefroren und unsere nächsten Aktionen fanden in unseren Hausgewässer statt. Nach einen Abstecher zur Förstergrube Sandersdorf, kam unseren Fachverkäufer Marco die geniale Idee: Was Uwe Seidel in Waldsteinberg kann, können Delphine besser. Diese Idee griffen Reini, Lutz und Eisheiliger Andre gleich auf und organisierten den Höhepunkt der Eistauchsaison.

1. Nachteistauchen auf'n Kulki

Am Donnerstag, 09.02.2006 war es soweit. Die ersten Reini, Marco, Lutz und der Eisheilige Andre waren schon gegen 16 Uhr da und bereiteten das Event vor. Bei stürmischen Wetter und aalglatten Eisdecke sind wir mehr gleitend auf' n Kulki lang. Zuerst wurde das Eisloch angebohrt ca. 2,5 m x 2,5 m und dann eine etwa 12cm dicke Eisdecke durchgesägt. Inzwischen bohrte Reini Löcher für die wegweisenden Fackel' n. In den Zusammenhang wollen wir den Pionierbataillon Gera danken für Ihre Unterstützung bei der mystischen Beleuchtung durch Fackeln und Schwedenfeuer. Wer Reini kennt, weiß das diese Beleuchtung natürlich nicht ausreichend ist. Also noch ein paar ausrangierte Leuchten verkehrt auf den See gelegt, damit es auch taghell unter Eis wird. Während wir draußen auf den Eis noch werkelten, kam unser Thomas und heizte schon mal den Grill an. Wie es immer bei unseren Höhepunkten üblich, wurden ebenfalls die Fotografen informiert, Christof und Sabine sowie Andre Dreilich kamen bei den Sturm ebenfalls raus. Damit auch alles perfekt ist, wurde die DLRG eingeladen. Sie kamen mit 3 einsatzfreudigen Tauchern (Steffen Seidel, Thomas Naumann, Matthias Beutel) und einer Sanitäterin ! (Julia Müller) Endlich kurz nach 18.30 Uhr ging es nach kurzen Briefing, Kontrolle der Ausrüstung und Überprüfung unserer Sicherheitsleinen, sowie Leinensignalen los. Unsere Eistauchmannschaft bestand aus Lutz Drößler, Thomas Gressler, Marco Schnabel und den Eisheiligen Andre. Wer schon einmal Eistauchen war, weiß über die Schönheit und Struktur der Eisdecke zu berichten. Es ist phantastisch unter Eis die Ruhe und die Stille zu genießen. Diese wahnsinnigen Eindrücke und die Euphorie, darf aber nicht zum Leichtsinn führen. Sicherheit, Disziplin und Vertrauen zum Partner (Signalmann) ist das A und O eines gelungenen Eistauchgang' s.

Als dann alle Taucher ihren Adrealinstoss geholt haben, wurde der Tauchplatz wieder sauber beräumt und es kam der gemütliche Teil. Bei heißen Tee, kalten Bauer Bier und Bratwürsten wurden noch Eindrücke ausgetauscht und ein gelungener Abend klang aus.

Am 15.02.2006, Mittwoch Abend's wiederholten wir unseren Nachteistauchgang. Nach der Veröffentlichung in der LVZ kamen diesmal auch Zuschauer. Unter den bewundernden Blicken von 30 - 40 Zuschauern ging unser Neuzugang Andreas Köckert (71 !) mit uns auf's und natürlich auch unter's Eis. Leider war das Wetter wieder einmal nicht das Beste, langsam wird es wärmer und das Eis brüchiger. Am Abend beschloß die Nachteisgruppe, dieses Event wiederholen wir in der Saison 2006 - 2007 entweder wieder am Kulkwitzer See oder Ammelshain.

Noch ein Wort zum Umweltschutz. Eistauchen wird allgemein als störend für die Umwelt empfunden, wegen Störung der Winterruhe der Fische und Pflanzen, dies stimmt auch. Deshalb wählen wir auch unsere Eistauchplätze so aus, dass wir der Umwelt gerecht unseren Hobby nachgehen können. Für weitere Informationen steht unsere Homepage unter www.leipziger-delphine.de und unserer Eistauchgruppe gern bereit.
Andre Starke [12.04.2006]
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