Visionen wurden wahr: Piper ist gelandet

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Seit 20. Mai gibt's im ,Kulki" ab 20 Meter Tiefe Rundflüge mit Kurs 305. Der erste Spatenstich für den Unterwasserpark Kulkwitzer See ist getan. Am Anfang stand die Idee von Tauchfreunden aus Bayreuth, Margit und Nick, ein Flugzeugwrack im See zu versenken.

Eine verrückte Idee, denn man musste einige Genehmigungen, z.B. der Umweltbehörden, einholen. So dauerte es fast zwei Jahre, bis am 20. Mai 2000 der große Tag gekommen war. Mit riesigem organisatorischen und technischen Aufwand unter Regie von Reinhard Gräfe liefen die Vorbereitungen. Viele Delphine unter der fachmännischen Leitung von Peter Stängel hatten sich am Entkernen des Wracks, einer Piper Seneca II (6-Sitzer), beteiligt. Aus Dresden reisten die Sportfreunde der Wasserschutzpolizei mit der erforderlichen Technik und dem Know-How an, um den Flieger an der richtigen Stelle in die richtige Lage zu bringen. Die DLRG war wieder mit einem Boot und kräftigen Helfern zur Stelle. Viele Delphine hatten die Zielstelle schon vorher gekennzeichnet und Befestigungsgewichte vorbereitet. Andere hatten mit der Firma Gerüstbau Becker eine Wasserbühne errichtet und Zelte aufgebaut, denn der Wetterbericht verhieß nichts Gutes.

Trotzdem versammelten sich einige hundert Interessierte an der Tauchschule Delphin. Darüber hinaus gab es eine bemerkenswerte Medienbeteiligung. SAT 1, MDR, RTL und Presse, allen voran unser Lokalreporter, Andre Dreilich, waren mit Kamera und Fotoapparat zur Stelle.

Den schwungvollen Auftakt machte die Tanzschule Tabu mit einer Darbietung auf der Bühne. Danach würdigte der Bürgermeister und Beigeordnete für Umwelt, Ordnung und Wohnen der Stadt Leipzig, Holger Tschense, die Bedeutung des Projektes für die Attraktivität des Kulkwitzer Sees. Peter Liebmann, ein Geschäftsführer der Tauchschule Delphin, lobte die hervorragende Unterstützung des Vorhabens durch den Zweckverband sowie dessen Geschäftsführer, Dr. Andreas Berthold, und die Kommunen. Dann ging es los.

Auf Rollen und Bohlen wurde das Flugzeug zu Wasser transportiert. Die ersten Meter schwamm es noch allein, dann übernahmen die Hebesäcke die Tragefunktion. Der Sinkflug in ca. 250 m Entfernung zur Tauchschule wurde technisch hervorragend von den Dresdner Tauchern eingeleitet.

Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die das Projekt engagiert begleitet haben, vor allem beim Leiter des Umweltamtes, Herrn Dr. Aegerter, und seinem Mitstreiter Herrn Rausch. Ein großes Dankeschön an alle Helfer, die viele Stunden investiert haben, um die Vision zu verwirklichen und im Hintergrund wirkend zum Gelingen beitrugen, wie z.B. unser Backwunder Günter Liebrenz.
Dr. Petra Pfrepper [01.07.2000]
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