Die Weißtanne ist Baum des Jahres 2004

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Einen Tannenbaum kennt jeder. Wirklich? In vielen Familien wird der Nadelbaum, der zu Weihnachten geschmückt in der Wohnung aufgestellt wird, Tannenbaum genannt. Doch als Weihnachtsbaum werden Tannen schon lange nicht mehr verwendet. Sie sind viel zu selten und daher zu teuer.

Die Tanne ist der höchste Baum der in Mitteleuropa wächst. Sie wird bis 65 m hoch. Dann hört sie auf nach oben zu wachsen und wächst an der Spitze nur noch in die Breite. Ihre Nadeln sind flach und weich. Sie haben unten ein Füßchen, der wie ein kleiner Saugnapf aussieht. Daran kann man sie gut von anderen Nadelbäumen unterscheiden. Der Stamm der Tannen ist hellgrau. Davon hat sie ihren Namen Weißtanne. Früher waren Weißtannen in Thüringen und im Erzgebirge häufige Bäume. Sie sind aber sehr empfindlich gegenüber Luftverschmutzungen. Früher wurden sie vorwiegend durch den Rauch aus den vielen Kohleöfen vergiftet. Heute leiden Tannen vor allem unter den giftigen Abgasen der Autos. Viele Förster pflanzen daher gar keine Tannen mehr, sondern Fichten, die die schmutzige Luft besser vertragen. So ist die Tanne sehr selten geworden.

Um an diesen sehr schönen Baum zu erinnern wurde sie in diesem Jahr zum Baum des Jahres gewählt. Die Menschen sollen damit ermahnt werden, bessere Autos zu bauen und weniger Auto zu fahren, damit die Luft sauber bleibt. Denn die schmutzige Luft, die die Tannen vergiftet, schadet auch unseren Lungen. In Leipzig und Umgebung wachsen Tannen von Natur aus übrigens nicht. Sie brauchen viel Wasser und im Leipziger Land regnet es nicht genug. Die Wolken müssen erst über den Harz oder den Thüringer Wald klettern, damit sie uns erreichen. Dabei verlieren sie viel Wasser, so dass es bei uns trockner und sonniger ist als in den Mittelgebirgen oder in der Nähe der Meeresküste.

Wenn die Tanne bei Euch wachsen soll, müsst ihr sie gut gießen und helfen, dass die Luft sauberer wird.
Dr. Leonhard Kasek [10..04.2005]
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