Der Spatz ist der Sieger
Naturschutzbund stellt Ergebnisse der diesjährigen "Stunde der Gartenvögel" vor
Exakt 247 Leipziger haben zur Nabu-Aktion "Stunde der Gartenvögel" vom 11. bis 13. Mai ihre Vogelbeobachtungen
an den Naturschutzbund gemeldet, berichtet der hiesige Kreisverbandschef Leonhard Kasek. Und freut sich: "Das
sind deutlich mehr als voriges Jahr." Und was ist bei aller Guckerei herausgekommen? Der Haussperling ist
erneut Spitzenreiter! Knapp gefolgt vom Mauersegler. Die Amsel ist dritter. Auf den Plätzen vier bis zehn
folgen laut Kasek Kohlmeise, Star, Elster, Blaumeise, Grünfink, Hausrotschwanz und Mehlschwalbe. "Haussperling,
Amsel, Meisen, Elstern und Grünfinken überwintern bei uns und haben durch den extrem milden Winter profitiert",
weiß der Experte. Allerdings würden in unseren Gefilden auch immer mehr Stare und einige Hausrotschwänze
überwintern. Teils seien sie über den Winter gleich in ihren Brutgebieten geblieben und nicht - wie in kalten
Wintern üblich - in die Stadt gezogen, in der es wärmer ist und mehr Futter gibt. Vor allem durch den Wegfall
von Nistplätzen als Folge der Sanierung von Gebäuden gehen allerdings laut Kasek die Bestände von Sperling,
Mauersegler und Hausrotschwanz so peu a peu zurück. Mit Nistkästen könnte ihnen geholfen werden. Auch für die
Mehlschwalben, die vielfach von Hausbesitzern vertrieben würden, weil sie durch ihren Kot die Wände verschmutzen,
bricht der Nabu-Mann eine Lanze: Das, meint er, sei doch mit Kotbrettchen unter den Nestern leicht zu verhindern.
Andere Arten wir Rotkehlchen, Grasmücken, Zaunkönig und Nachtigall könnten schlicht durch naturnahe
Gartengestaltung gefördert werden. Was da heißt: Verzicht auf jegliche chemische Pflanzen- und
Schädlingsbekämpfung, und einheimische Sträucher statt "langweiliger Thujahecken". Nicht gut zu sprechen
sind die Nabu-Leute auf Miezen. Denn in puncto Vogelmord heißt es ihrer Ansicht nach oft: Die freilaufende
Katze war's, und nicht die Elster! Was viele immer denken würden. Die Samtpfoten seien schon "die mit
Abstand schlimmsten Vogeljäger". Vor allem unerfahrene Jungvögel fielen ihnen zum Opfer. Katzenhalter
sollten ihre Tiere daher am Halsband mit einem Glöckchen oder besser noch mit einem elektronischen Pieper
ausstatten. Das würde Piepmätze warnen. Und herrenlose Katzen sollten lieber nicht gefüttert, sondern
eingefangen und einem Tierheim übergeben werden, hieß es.
Wer Fragen zum Vogelschutz und zur naturfreundlichen Gartengestaltung hat, könne sich gern an den
Naturschutzbund Kreisverband Leipzig wenden: Zollikofer Straße 21, Telefon 0341 6884477, E-Mail
kv.leipzig [@] nabu-sachsen.de, www.nabu-leipzig.de.
Weitere Informationen:
• Zusätzlicher Bericht auf der Internetseite www.nabu.de » Spatz bleibt häufigster Gartenvogel
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