Mit dem "Linsenwels" über und unter Wasser am Kulkwitzer See
Alljährlich werden am Kulkwitzer See zum Neptunfest an der Tauchschule bei den "Leipziger Delphinen" Taufnamen für
die "Delphine" und deren Gäste verliehen. So erhielt auch Hans-Joachim Lingelbach eines Tages seinen Namen
"Linsenwels" - "Linse" steht für sein Hobby fotografieren, "Wels" steht für den Traum, den Wels so perfekt wie
möglich vor die "Linse" zu bekommen- zu recht, wie sich die Zuschauer im KOMM-Haus am 7.11.02 während einer
Veranstaltung der Volkshochschule zum Thema: "Faszinierende Unterwasserwelt" überzeugen konnten. H.J. Lingelbach
ist Sporttaucher und Unterwasserfotograf im Tauchsportclub "Leipziger Delphine" und er stellte den Kulkwitzer See
über und unter Wasser in einer faszinierenden Dia-Ton-Show mit wissenswerten Informationen auf seine Weise vor.
Die Zuschauer konnten ihn in allen 4 Jahreszeiten während eines hochinteressanten Dia-Vortrages, der mit
passender Musik unterlegt war, vom Sonnenaufgang bis zum romantischen Sonnenuntergang rund um den See begleiten.
Eine Augenweide für jeden "Kulki"-Fan und Naturliebhaber. Beeindruckende Motive zeigten, dass die Natur sich
zurück eroberte, was der Mensch ihr einst nahm und wie schön und kostbar und keineswegs unattraktiv die Oase am
Rande von Grünau jetzt ist. Anschaulich ist ein "Tauchgang per Videowand" besonders für die "Landratten", die
ja nur so diesen Bereich des Kulkwitzer Sees kennenlernen können. Gemeinsam "tauchten wir ab" und ganz nah z.B.
an den Aal heran, der sich gern blitzschnell davon schlängelt, begegneten Barsch, Zander und Schlei, einem
Döbelschwarm an der Ausbildungsplattform, schillernden glitzernden Rotfedern und Karpfen, die sich eher gern
vor dem Fotografen verstecken. Beim Eis- und Nachttauchen waren wir dabei und sonntags früh um 10.00 Uhr beim
Frühstück des Hechtes, der sich genüsslich einen Barsch schmecken ließ. Herr Lingelbach zeigte aber auch
Aufnahmen eines Hechtes in nur 15 cm Entfernung vom Fotografen "Auge in Auge" - der Hecht ist wohl einer der
wenigen Fische, die den Taucher besonders nah an sich heran lassen. Weiter ging der "Tauchgang" vorbei an
besonders schön anzusehenden Muscheln in Regionen des Kulkwitzer Sees, die von den Tauchern eher unberührt
bleiben. Stärkerer Algenwuchs an Sträuchern, unberührte Flora und Fauna sind dort erkennbar. Auch der Aufenthalt
der Amerikanischen Flusskrebse im Kulkwitzer See zeigt, dass die Wasserqualität einen guten Lebensraum für
Pflanzen und Tiere bietet. Kurz verweilten wir am Unterwasserpark der "Leipziger Delphine", z.B. an alten Loren,
die an den Kohleabbau erinnern. Ein Höhepunkt des Abends war ein Video, welches auch im Fernsehen bei Sat 1.
zu sehen war. Es zeigte uns die Flugzeugversenkung im Jahr 2000 - eine Vision der "Delphine" wurde wahr und die
alte Piper ist heute nach wie vor ein beliebtes Tauchziel.
Die "Leipziger Delphine" nahmen bereits oft und sehr erfolgreich an bundesweiten Unterwasser-Foto-Wettbewerben
teil und machen dadurch den Kulkwitzer See bekannt. Unendlich viele Tauchgänge, Geduld, Kenntnisse und Können,
eine Portion Glück und die entsprechende Ausrüstung sind notwendig, um das ersehnte Dia, die gewünschte Aufnahme
zu erhalten und verwenden zu können. So erfüllte sich für Herrn Lingelbach dieses Jahr ein Traum - eine Woche
verbrachte er im Kulkwitzer See, na, nicht ununterbrochen, aber jeden Tag lag er in 4 1/2 Meter Tiefe viele
Tauchminuten auf der Lauer. Das Ergebnis - die Premiere an diesem Abend - zeigte er uns zum Abschluss seiner
eindrucksvollen Dia-Show. Das "Wels-Video" zeigt einen ca. 1,70m großen Wels bei der Brutpflege an seiner
Laichmulde. U-bootartig schwimmt dieser große dunkle Fisch dem Videografen und somit auch uns auf der Leinwand
entgegen und der Gänsehauteffekt war garantiert.
Wir wünschen Herrn Lingelbach und seinem Sohn Heiko - von ihm konnten wir ebenfalls Fotos bewundern - sowie
den "Leipziger Delphinen" viele schöne Tauchgänge, gemeinsame Erlebnisse und immer einen "guten Klick", damit
wir an den Aufnahmen, die der Taucher mit nach "oben" bringt, Freude haben werden - vor allem aber immer "GUT
LUFT".
Diese Art der Präsentation des Kulkwitzer Sees müsste noch viel mehr publiziert und bekannt gemacht werden.
Viele Menschen, vor allem auch bei der "Stadt Leipzig", die über die weitere Entwicklung des Kulkwitzer
Sees entscheiden, müssten diese Aufnahmen sehen. Sie müsste bei Planungen, die jemals am Kulkwitzer See
stattfinden, gezeigt und beachtet werden - damit die Vielseitigkeit dieser Flora und Fauna rund um den See,
die sich in vielen Jahren nach dem Braunkohleabbau endlich wieder entwickelt hat, uneingeschränkt erhalten
bleibt.
Weitere Informationen und Bilder finden Sie von Herrn Lingelbach unter
www.linsenwels.de und auf unseren Seiten.
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| Weitere interessante Informationensbereiche auf unseren Internetseiten: |
• Jahrgänge des Magazin Grün-AS: Ausgaben der Jahre 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 sowie der Jahrgang
2007
• Jahrgänge unserer Presseinformationen: Artikel der Jahre 1992, 1993, 1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 sowie Jahrgang 2009
• Die Flora und Fauna des Kulkwitzer See's: Bereich Pflanzen sowie Bereich Tierwelt von Dr. Leonhard Kasek
• Allgemein:
Historisches, Aktuelle Veranstaltungen am Kulkwitzer See oder auch Digitale Grußkarten vom See
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| Rückblick auf 30 Jahre Leipzig-Grünau - Special zum Jubiläum 2006 |
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• Informationen, Wissenswertes und Presseartikel zum Jubiläum "30 Jahre Leipzig-Grünau" 2006 finden Sie unter www.30-jahre-gruenau.de.
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