Schmetterling des Jahres 2004: Aurorafalter

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Der Aurorafalter ist einer der ersten Falter des Jahres. Bereits im April kann man ihn häufig beobachten. Am Kulkwitzer See gibt es die Falter noch relativ häufig. Er fliegt im Frühjahr vor allem über feuchten Wiesen und an krautigen Ufern. Die Raupen ernähren sich von den dort wachsenden Kreuzblütlern, am liebsten von Wiesenschaumkraut. Sie fressen aber auch Knoblauchsrauke, die es rund um den See noch häufiger gibt.

Die Flügel der Aurorafalter sind ca. 2,5 cm lang und weißlich gefärbt. Die Flügelspannweite kann bis zu 5 cm betragen. In der Mitte der Vorderflügel findet man einen kleinen schwarzen Fleck. Nur beim Männchen ist an den Außenseiten ein großer oranger Bereich, an dem man den Aurorafalter sehr gut erkennen kann. Nach diesen orangeroten Vorderflügelspitzen hat der Schmetterling seinen Namen erhalten: Aurora war im alten Rom die Göttin der Morgenröte. Den Weibchen fehlt dieser orangene Bereich. Sie ähneln Kohlweißlingen, vor allem wenn sie die Flügel zusammenklappen, sieht man den Unterschied: Die Flügelunterseite ist bei beiden Geschlechtern im Gegensatz zum Kohlweißling gleichartig grünlich marmoriert. Mit den Kohlweißlingen gehören die Aurorafalter zur Schmetterlingsfamilie der Weißlinge.

Der Aurorafalter bildet jedes Jahr nur eine Generation aus. Die Weibchen legen die rötlichen, spindelförmigen Eier, aus denen nach ca. einer Woche die kleinen grünen Raupen schlüpfen. Die bis zu 3,5 cm langen Raupen fressen an den Samenkapseln und verpuppen sich an den Stengeln und Zweigen, aber selten an denen der Futterpflanze. Bis zur Verpuppung im Juli können bis zu 4 Häutungen durchlaufen werden. Die grünliche Puppe überwintert nahe der Erde und in der ersten warmen März- bzw. Apriltagen schlüpfen die Aurorafalter.
Dr. Leonhard Kasek [18.05.2004]
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