Ente Billy lernt

zurück zur Übersicht "Ente Billy berichtet vom Kulki"
Hallo liebe Leserinnen und Leser!

In der letzten Ausgabe konnte ich leider nicht erscheinen, da ich mit einer Gehirnerschütterung im Entenhaus lag. Das muss ich Ihnen aber der Reihe nach erzählen.
Meine Oma wollte unbedingt an einem dieser sonnigen Tage im Herbst im Wald spazieren gehen und die Seele baumeln lassen. Mir macht das ja auch Spaß, das Spazierengehen meine ich. In dem Waldstück zwischen Göhrenz und Markranstädt haben wir schon einen richtigen Ententrampelpfad. Sogar jetzt, wenn es schon kalt und nebelig ist, gehen wir gern dort entlang. Allerdings habe ich das mit der baumelnden Seele nicht hin bekommen. Oma meint, dazu müsste ich älter sein. Je älter man ist, desto besser würde man das mit der Seele können. Ein bißchen älter wäre ich schon ganz gern, aber nicht so alt wie meine Eltern. Die haben so viele Verpflichtungen! Dann lieber schon so alt wie meine Oma. Die hat immer Zeit für mich und das finde ich gut. Dann ist es passiert! Ich laufe also diesen Pfad entlang, zupfe hier ein bisschen am kargen Gras, schau mir da die Ameisen und ein paar verkühlte Schnecken an, als es mörderisch kracht und ich lauter bunte Sterne sah. Taten mir vielleicht mein Kopf und mein Schnabel weh, denn mit denen bin ich ungebremst gegen so ein grünes Rohr gewatschelt. Noch während ich Schnabel und Kopf reibe, schaue ich mir dieses Monster an.

Zwei Tage zuvor, als wir hier entlang gingen, stand dieses Ding noch nicht da. Inzwischen kam auch meine Oma näher. Sie nahm mich erst einmal tröstend in ihre Flügel, ehe sie sich dieses grüne Rohr besah. Wir watscheln nun beide drum herum, können aber nicht erraten, was es mit diesem Ding auf sich hat. Oma meinte, dass ich später mal den Papa befragen soll, was ich gleich am Abend tat. Allerdings vom Bett aus, da sich mein Kopf drehte, wie ein schäumender Wasserstrudel und der Entendoktor sagte, ich müsse ein paar Tage liegen bleiben.

Papa saß also an meinem Bett, hörte mir zu und nickte dann. Er meinte, dass er das auch schon gesehen habe. Das wären "Pegel" und diese Pegel sind tief in die Erde eingelassen. Damit würden die Menschen immer kontrollieren können, wie hoch der Grundwasserspiegel ist und die Wasserqualität kann damit auch festgestellt werden. Diese Pegel werden rund um unseren Kulki gesetzt, allerdings verschieden tief. In unserem Wäldchen steckt der tiefste Pegel 35m im Erdreich. Weil da mal angeschüttet worden ist. Ganz schön tief, stimmt's? Auf jeden Fall steht der eine Pegel mitten auf dem Ententrampelpfad und deshalb kann ich die Dinger nicht ausstehen!

Ein gutes hatte die Sache aber trotzdem. Meine Mama und mein Papa nahmen sich mehr Zeit für mich und verwöhnten mich herrlich. Schon schade, dass ich wieder gesund bin! Bis zur nächsten Ausgabe grüßt Sie ganz lieb

Ihre Ente Billy
Beate Engelhardt - Quellenangabe: Magazin Grün-AS - www.gruen-as.de [12.04.2001]
Weitere interessante Informationensbereiche auf unseren Internetseiten:
•  Jahrgänge des Magazin Grün-AS: Ausgaben der Jahre 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 sowie der Jahrgang 2007
•  Jahrgänge unserer Presseinformationen: Artikel der Jahre 1992, 1993, 1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007 sowie Jahrgang 2008
•  Die Flora und Fauna des Kulkwitzer See's: Bereich Pflanzen sowie Bereich Tierwelt von Dr. Leonhard Kasek
•  Allgemein: Spaziergang rund um See, Historisches, Aktuelle Veranstaltungen am Kulkwitzer See oder auch Digitale Grußkarten vom See
Rückblick auf 30 Jahre Leipzig-Grünau - Special zum Jubiläum 2006
•  Informationen, Wissenswertes und Presseartikel zum Jubiläum "30 Jahre Leipzig-Grünau" 2006 finden Sie unter www.30-jahre-gruenau.de.
Letzte Änderung dieser Seite: 19.02.2008 00:50 • © 2000-2009 Nabu, KV LeipzigImpressumW3C valid HTML 4.01Zum Seitenanfang